Steinbatz, Leopold

 

* 25. Oktober 1918, Wien

+ 15. Juni 1942, Woltschansk (gef.)

Leopold Steinbatz trat in das Flieger-Ausbildungs-Regiment der österreichischen Luftwaffe ein und wurde 1938 in die Luftwaffe übernommen. Im Frühjahr 1941 wurde er zum Unteroffizier befördert und in die 9. Staffel des Jagdgeschwaders 52 versetzt. Nach Einsätzen über dem Balkan und Kreta flog er ab Juni 1941 über Rußland, wo er am 4. August 1941 seinen ersten Luftsieg erringen konnte. Am 1. August 1941 zum Feldwebel befördert, wurde er Rottenflieger von Leutnant Hermann Graf. Im Januar 1942 wurde er nach 40 Luftsiegen mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet, am 14. Februar 1942 folgte nach 42 Luftsiegen das Ritterkreuz und die Beförderung zum Oberfeldwebel. Im Sommer 1942 flog er auch Einsätze als Rottenführer, wobei er am  8. Mai 1942 auf einem Einsatz sieben Luftsiege erringen konnte. Im Juni 1942 erreichte er die Grenze von 91 Luftsiegen, wofür er am 3. Juni 1942 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet wurde. Am 15. Juni 1942 wurde er nach seinem 99. Luftsieg über einem Waldstück von russischer Flak abgeschossen. Posthum wurde er für seine Leistungen am 23. Juni 1942 mit den Schwertern ausgezeichnet. Er war der einzige Soldat im Unteroffiziersrang mit dieser Auszeichnung.

Ritterkreuz (14. Februar 1942) Eichenlaub (2. Juni 1942) Schwerter (23. Juni 1942)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011