Sigel, Walter

 

* 12. Januar 1906, Ulm + 8. Mai 1944, Trondheim  

 

Walter Sigl trat 1934 in das Infanterie-Regiment 10 ein. 1935 wurde er als Oberfähnrich zur Luftwaffe versetzt, am 1. April 1937 wurde er als Hauptmann Staffelführer in der I. Gruppe des Stuka-Geschwaders 167. Am 1. Mai 1939 wurde er dann Kommandeur der I. Gruppe des Stuka-Geschwaders 76, die er In polen und während des Westfeldzuges führte. Für seine hervorragenden Einsatzerfolge wurde er am 21. Juli 1940 als Hauptmann mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Anschließend wurde er zum Major befördert und nahm mit seiner Gruppe, inzwischen beim Stuka-Geschwader 3, am Balkanfeldzug und an der Eroberung von Kreta teil. Anschließend wurde die Gruppe nach Nordafrika verlegt. Am 1. April 1942 wurde er Kommodore des Stuka-Geschwaders 3. Für die Erfolge des Geschwaders, vor allem bei der Eroberung von Tobruk, wurde er am 2. September 1942 als Oberleutnant mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Am 1. April 1943 mußte er das Geschwader abgeben, um am 1. Juni 1943 zum Inspekteur der Schlachtflieger ernannt zu werden und zum Oberst befördert zu werden. Ab Oktober 1943 war er dann Führer eines Gefechtsverbandes zur Partisanenbekämpfung in Istrien und Anfang 1944 Führer eines Gefechtsverbandes im Raum Anzio / Nettuno. Ab April 1944 fungierte er als Fliegerführer Norwegen (?). Am 8. Mai 1944 ist er mit einem Fieseler Storch im Trondheimer Fjord abgestürzt.

Ritterkreuz (21. Juli 1940) Eichenlaub (2. September 1942)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011