Seidensticker, August

 

* 4. September 1904, Düsseldorf + 13. Dezember 1975, München SeidenstickerA-1.jpg (100248 Byte)

 

August Seidensticker trat 1924 in das Reiter-Regiment 15 in Münster ein. Am 1. Juli 1934 wurde er nach Beendigung eines Offizierslehrganges zum Oberleutnant befördert. Im Mai 1935 wurde er mit seiner Panzer-Schwadron des Panzer-Regiments 3 nach Kamenz versetzt. Bei Beginn des Krieges war er Kompaniechef und erwarb sich im Polenfeldzug beide Stufen des Eisernen Kreuzes. Nach dem Westfeldzug wurde er Lehrgangsleiter an der Panzerschießschule Putlos. Vom 1. Juli 1941 bis zum 27. Dezember 1942 war er Kommandeur des II. Bataillons des Panzer-Regiments 31. Hier erwarb er das deutsche Kreuz in Gold. Am 13. März 1943 flog er von Sizilien nach Tunesien, um dort Kommandeur der schweren Panzer-Abteilung 504 zu werden. Vom 13. bis 18. März 1943 führte er vertretungsweise die schwere Panzer-Abteilung 504. Im Mai 1943 noch schwer verwundet, geriet er bei der Kapitulation der deutschen Truppen in Afrika am 12. Mai 1943 in amerikanische Gefangenschaft. Am 18. Juli 1943 wurde ihm in der Gefangenschaft für seine erfolgreich Führung die beiden Abteilungen in Tunesien (Raum Sfax Maknassy in der zweiten Märzhälfte 1943, und später im Medjedratal bis zum Flughafen Tunis vom 10. April bis 12. Mai 1943 das Ritterkreuz verliehen. Nach zwei Jahren Kriegsgefangenschaft wurde er entlassen.

Nach dem Krieg arbeitete er als selbständiger Kaufmann und vier Jahre im Bombenräumdienst bei der Bezierksregierung in Arnsberg in Westfalen.

Am 1. Oktober 1956 trat Oberstleutnant Seidensticker in die Bundeswehr ein. Nach verschiedenen Verwendungen trat er als Oberst die Stelle des Gruppenleiters Panzer in der Inseption der Kampftruppen an. 1963 trat er in den Ruhestand.

Ritterkreuz (17. Juli 1943)

 

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