Seibicke, Günther

 

* 30. August 1911, Eggersdorf + 26. Mai 1943, Nordatlantik  

 

Günther Seibicke trat am 29. August 1931 als Seeoffiziersanwärter in die Reichsmarine ein und absolvierte seine Infanterie-Ausbildung in der II. Abteilung der Schiff-Stamm-Abteilung der Ostsee in Stralsund. Anschließend wurde er zur Bordausbildung auf den leichten Kreuzer Köln kommandiert. Am 1. Januar 1934 wurde er zum Fähnrich zur See befördert und am 3. Januar 1934 zur Infanterie-Ausbildung wieder zur II. Abteilung der Schiff-Stamm-Abteilung der Ostsee versetzt. Es folgten weitere Lehrgänge wie der Torpedolehrgang und der Sperrlehrgang. Am 19. April 1935 wurde er auf das Linienschiff Schleswig-Holstein kommandiert und am 1. September 1935 zum Oberfähnrich zur See befördert. Am 27. September 1935 wurde er dann auf den leichten Kreuzer Königsberg kommandiert. Am 2. Oktober 1935 folgte der Artillerielehrgang für Fähnriche und am 8. Dezember 1935 der U-Lehrgang für Fähnriche. Am 16. Dezember 1935 wurde er wieder auf die Königsberg versetzt und am 1. Januar 1936 zum Leutnant zur See befördert. Am 29. März 1936 wurde er dann Divisionsleutnant und Sperroffizier auf der Königsberg und am 22. September 1936 der 1. Minensuchflottille unterstellt. Am 22. November 1936 wurde er I. WO auf dem Minensuchboot M 111 und am 1. Oktober 1937 zum Oberleutnant zur See befördert. Am 29. Mai 1938 wurde er dann Adjutant auf dem Minensucher M 146 und am 29. Oktober 1938 Kommandant von M 89. Am 16. November 1938 übernahm er dann das Kommando über M 4. Am 1. April 1940 zum Kapitänleutnant befördert, wurde er ab dem 1. April 1941 zum U-Boot-Kommandanten ausgebildet. Am 27. September 1941 übernahm er das Kommando über U 436. Seine erste Feindfahrt absolvierte er vom 2. bis 17. Februar 1942. Es wurden keine Schiffe versenkt. Die zweite Feindfahrt dauerte vom 26. Februar bis 24. März 1942. Wieder wurden keine Schiffe versenkt. Die dritte Feindfahrt begann am 7. April und endete am 20. April 1942. Auf dieser Fahrt konnte ein Schiff mit 5.823 brt versenkt werden. Die vierte Feindfahrt dauerte vom 29. April bis 4. Mai 1942. Es konnten keine Erfolge erzielt werden. Die nächste Feindfahrt dauerte vom 12. bis 27. Mai 1942. Es wurden keine Erfolge erzielt. Die sechste Feindfahrt dauerte vom 6. Oktober bis 12. November 1942. Auf der Fahrt in den Nordatlantik konnten zwei Schiffe und ein Landungsboot mit 15.248 brt versenkt und zwei Schiffe mit 15.575 brt torpediert werden. Die siebte Feindfahrt begann am 17. Dezember 1942 und führte in den Mittelatlantik. Bei der Rückkehr des Bootes waren zwei Schiffe mit 14.703 brt versenkt worden. Am 27. März 1943 wurde Günther Seibicke mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Die achte Feindfahrt wurde am 25. April 1943 begonnen. Am 26. Mai 1943 wurde das Boot westlich von Kap Ortegal am Konvoi KX 10 durch Wasserbomben versenkt. Insgesamt hatte Günther Seibicke fünf Schiffe und ein Landungsboot mit 35.774 brt versenkt und zwei Schiffe mit 15.575 brt torpediert. Posthum wurde er zum Korvettenkapitän befördert.

Ritterkreuz (27. März 1943)