Schuck, Walter
| * 30. Juli 1920, Frankenholz / Saarland |
Walter Schuck trat 1939 in die Luftwaffe ein, wo er zum Jagdflieger ausgebildet wurde. Anschließend kam er zur Jagdgruppe "Stavanger" und mit der 7. / Jagdgeschwader 5 im April 1942 nach Petsamo. Am 15. Mai 1942 errang er hier seinen ersten Luftsieg und wurde nach 54 Luftsiegen am 2. August 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet und zum Feldwebel befördert. Am 13. Oktober 1943 konnte er an einem Tag drei Luftsiege erringen und wurde nach 84 Luftsiegen am 8. April 1944 als Oberfeldwebel mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Im Mai 1944 führte er zeitweise die 7. / Jagdgeschwader 5 und wurde am 1. Juni 1944 zum Leutnant befördert. Am 15. Mai 1944 errang er seinen 100. Luftsieg, am 17. Juni 1944 konnte er sogar 12 Luftsiege an einem Tag erringen. Nach seinem 172. Luftsieg wurde ihm am 30. September 1944 als Leutnant und Flugzeugführer in der 10. / Jagdgeschwader 5 das Eichenlaub verliehen. Zum Oberleutnant befördert, wurde er am 1. Januar 1945 Kapitän der 10. Staffel und im Februar 1945 zum Jagdgeschwader 7 versetzt, wo er auf die Me 262 umschulte. Anschließend wurde er Kapitän der 3. / Jagdgeschwader 7 und errang mit der Me 262 noch 8 Luftsiege. Bei Kriegsende geriet er in britische Gefangenschaft. Insgesamt errang er 206 Luftsiege, 30 blieben unbestätigt.
Ritterkreuz (8. April 1944) Eichenlaub (30. September 1944)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011