Schroeteler, Heinrich

 

* 10. Dezember 1915, Essen-Katernberg + 19. Januar 2000, Bochum  

 

Heinrich Schroeteler trat am 3. April 1936 als Seeoffiziersanwärter in die Kriegsmarine ein und absolvierte seine Grundausbildung in der II. Schiff-Stamm-Abteilung der Ostsee in Stralsund. Seine Bordausbildung absolvierte er ab dem 14. Juni 1936 auf dem Linienschiff Schlesien, auf dem er am 10. September 1936 zum Seekadetten befördert wurde. Es folgte der Hauptlehrgang für Fähnriche an der Marineschule Mürwik ab dem 29. April 1937 und am 1. Mai 1937 die Beförderung zum Fähnrich zur See. Nach weiteren Lehrgängen und der Beförderung zum Leutnant am 1. Juli 1938 wurde er WO und anschließend Kommandant eines Minensuchbootes bei der 14. Minensuch-Flottille.  Am 1. September 1941 wurde er Kommandant eines Minensuchbootes bei der 22. Minensuch-Flottille und am 29. September 1941 zur U-Boots-Waffe überstellt. An der Torpedoschule Flensburg absolvierte er seinen U.T.O.-Lehrgang und an der Marine-Nachrichtenschule Mürwik seinen U.W.O.-Lehrgang. Nach weiteren Lehrgängen wurde er am 23. April 1942 WO auf U 96, mit dem er eine Feindfahrt absolvierte. Vom 16. Juli bis 31. August 1942 absolvierte er seinen Kommandanten-Schießlehrgang und wurde dann zur Baubelehrung nach Hamburg versetzt. Am 21. Oktober 1942 wurde er Kommandant von U 667. Am 1. April 1943 wurde er zum Kapitänleutnant befördert. Seine erste Feindfahrt dauerte vom 20. Mai bis 26. Juli 1943. Keine Erfolge. Die zweite Feindfahrt dauerte vom 14. September bis zum 11. Oktober 1943. Das Boot wurde beim Auslaufen und dem Marsch durch die Biskaya acht mal aus der Luft angegriffen und beschädigt, so dass die Feindfahrt abgebrochen werden mußte. Dabei wurde ein Flugzeug abgeschossen. Die dritte Feindfahrt dauerte vom 18. November 1943 bis 6. Januar 1944. Wieder konnten keine Schiffe versenkt werden. Die vierte Feindfahrt dauerte vom 8. März bis 19. Mai 1944. Auf der Fahrt wurde ein Zerstörer angegriffen, aber nicht versenkt. Am 20. Mai 1944 wurde er zum Stab des BdU versetzt und am 10. Juli 1944 Hilfssachbearbeiter beim 1. Asto, dann 1. Asto beim BdU op. Am 10. November 1944 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet, wurde er am 1. Januar 1945 Ausbildungsoffizier bei der 27. U-Flottille und am 10. März 1945 Kommandant von U 1023. Mit dem Boot absolvierte er eine Feindfahrt vom 25. März bis 11. Mai 1945. Auf dieser Fahrt wurde ein Minensuchboot und ein Schiff mit 7.345 brt versenkt. Am 2. Mai 1945 wurde Heinrich Schroeteler mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 11. Mai 1945 geriet er in Portland in britische Gefangenschaft, aus der er am 20. Mai 1948 entlassen wurde.

Ritterkreuz (2. Mai 1945)