Schenck, Wolfgang

 

* 7. Februar 1913, Windhuk / Südwestafrika  

 

Wolfgang Schenck trat 1936 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein, wo er 1938 zum Leutnant befördert wurde. Er wurde zum Zerstörer-Pilot ausgebildet und flog in der I. Gruppe des Zerstörer-Geschwaders 1 über Polen und Frankreich. Als Oberleutnant übernahm er im September 1940 die 1. Staffel der Erprobungsgruppe 210, die später im Schnellkampfgeschwader 210 aufging. Ab Juni 1941 flog er über Rußland. Am 14. August 1941 erhielt er für zahlreiche Panzerabschüsse und neun Luftsiege das Ritterkreuz verliehen. Anschließend wurde er zum Hauptmann befördert und am 1. Januar 1942 Kommandeur der I. Gruppe des Schnellkampfgeschwaders 210, die ab März 1942 zur I. / Zerstörer-Geschwader 1 wurde. Für seine Leistungen als Gruppenkommandeur erhielt er am 30. Oktober 1942 das Eichenlaub. Am 3. Januar 1943 wurde er dann Kommodore des Schlachtgeschwaders 1, welches zu dieser Zeit im Mittelmeerraum lag. Am 1. August 1943 wurde er dann zum Major befördert und ab dem 11. Oktober 1943 Inspizient im Stab des Generals der Schlachtflieger. Im März 1944 wurde er in das Technische Amt der Luftwaffe versetzt und ab Juni 1944 Führer des "Erprobungskommandos Schenck", dem Bomberversuchsverband mit der Me 262. Im September 1944 wurde das Kommando zur I. / Kampfgeschwader 51 (J) umbenannt. Am 1. November 1944 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant, am 5. Dezember 1944 wurde er dann Kommodore des Kampfgeschwaders 51 (J). Am 31. Januar 1945 wurde er noch Inspizient für Strahlflugzeuge. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er bereits im Juni 1945 wieder entlassen wurde. Auf über 400 Feindflügen hatte er 18 Luftsiege errungen.

Ritterkreuz (14. August 1941) Eichenlaub (30. Oktober 1942)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011