Scharnagel, Hermann

 

* 26. Mai 1914, Wischingen / Bayern + 8. Mai 1944, Sewastopol (gef.)  

 

Hermann Scharnagel trat 1934 in das Pionier-Bataillon 27 ein und wurde hier am1. April 1937 zum Leutnant befördert. Bei Kriegsbeginn kam er zum Pionier-Bataillon 173 und nahm mit diesem im Mai 1940 am Polenfeldzug teil. Im März 1941 kam er mit dem Bataillon nach Rumänien und kämpfte von hier aus im April 1941 auf dem Balkan. Ab Juni 1941 nahm er am Rußlandfeldzug teil. Im Juli 1941 wurde er Kompaniechef und am 1. April 1942 zum Hauptmann befördert. 1943 wurde er Kommandeur des Pionier-Bataillons 173 und zeichnete sich mit diesem beim Rückzug in den Raum Melitopol besonders aus, wofür ihm am 6. Oktober 1943 das Ritterkreuz verliehen wurde. Am 1. Januar 1944 zum Major befördert, wurde er bei den Endkämpfen um Sewastopol am 6. Mai 1944 Führer des Grenadier-Regiments 170. Zwei Tage später wurde er bei den Kämpfen um die Festung getötet. Posthum wurde ihm am 30. September 1944 als Major das Eichenlaub verliehen.

Ritterkreuz (6. Oktober 1943) Eichenlaub (30. September 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011