Sanner, Hans
| * 4. August 1865, Jankowitz, Schlesien † 20. Oktober 1938, Potsdam |
Hans Sanner trat nach seinem Abitur am 23. September 1884 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Brandenburgisches Feldartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ Nr. 18 nach Frankfurt an der Oder. Bei diesem wurde er am 14. Mai 1885 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 12. Januar 1886 zum Sekondeleutnant befördert. Als solcher wurde er jetzt als Batterieoffizier im 2. Brandenburgisches Feldartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ Nr. 18 eingesetzt. Am 14. September 1888 wurde er zum Artillerieoffizier ernannt. Am 20. September 1890 wurde er dann zum Schlesisches Train-Bataillon Nr. 6 nach Breslau versetzt. Bei diesem wurde er am 22. März 1892 zum Premierleutnant befördert. Als solcher wurde er am 14. Februar 1893 zum Schleswigsches Feldartillerie-Regiment „Generalfeldmarschall Graf Waldersee“ Nr. 9 versetzt. Am 18. Juli 1896 wurde er zum Magdeburgisches Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold von Bayern“ Nr. 4 nach Magdeburg versetzt. Am 24. Mai 1898 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann zum Batteriechef im Magdeburgisches Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold von Bayern“ Nr. 4 ernannt. Am 1. Oktober 1899 wurde er dann als Batteriechef in das 1. Posensches Feldartillerie-Regiment Nr. 20 nach Posen versetzt. Am 21. März 1908 wurde er dann in den Stab vom 1. Brandenburgisches Feldartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ Nr. 3 nach Brandenburg versetzt. Dort wurde er am 10. September 1908 zum Major befördert. Als solcher wurde er am 20. April 1910 zum Kommandeur der I. Abteilung vom 1. Brandenburgisches Feldartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ Nr. 3 ernannt. Am 1. Oktober 1913 wurde er dann wieder in den Regimentsstab vom 1. Brandenburgisches Feldartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ Nr. 3 versetzt. Dort wurde er am 19. Juni 1914 zum Oberstleutnant befördert. Auch noch kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 wurde er beim Regimentsstab vom 1. Brandenburgisches Feldartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ Nr. 3 eingesetzt. Bei der Mobilmachung wurde er Anfang August 1914 zum Kommandeur der Munitionskolonne vom III. Armeekorps ernannt. Am 14. September 1914 wurde er dann zum Kommandeur vom Neumärkisches Feldartillerie-Regiment Nr. 54 ernannt. Diese Funktion übte er dann mehrere Jahre aus. Am 23. Februar 1917 wurde er zum Arko 216 ernannt. Als solcher wurde er am 22. März 1917 zum Oberst befördert. Mitte Januar 1919 wurde er dann zum Kommandeur vom 1. Brandenburgisches Feldartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ Nr. 3 ernannt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch jede Menge weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er am 1. Mai 1919 als Oberst in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er zum Kommandeur vom Reichswehr-Artillerie-Regiment 3 ernannt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er zum Befehlshaber der Artillerie der Reichswehr-Brigade 3 ernannt. Am 31. März 1921 wurde er dann aus der Reichswehr verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Generalmajor verliehen. Am 26. September 1934 feierte er prunkvoll in Potsdam sein 50jähriges Militärjubiläum. Er wurde später weder in der Reichswehr noch in der Wehrmacht wieder verwendet. Noch vor Beginn des 2. Weltkrieges ist er im Herbst 1938 in Potsdam verstorben.