von Rudloff, Werner

 

* 26. November 1893, Altenkirchen

† 13. April 1945, Calbe an der Saale (gefallen)

 

 

Werner von Rudloff trat am 27. November 1913 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Er kam dabei zum 1. Westfälisches Infanterie-Regiment Herwarth von Bittenfeld Nr. 13 ein. In diesem Regiment wurde er am 18. Juli 1914 zum Fähnrich befördert. Zum Beginn des 1. Weltkrieges zog er im August 1914 mit seinem Regiment an die Front. Am 12. September 1914 wurde er zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 19. Februar 1913 datiert. Er diente im gesamten Krieg in den verschiedensten Funktionen in seinem 1. Westfälisches Infanterie-Regiment Herwarth von Bittenfeld Nr. 13, unter anderem als Zug- und Kompanieführer, sowie als Bataillons- und Regimentsadjutant. Am 20. Juni 1918 wurde er zum Oberleutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur mehrmals verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Weiß widerspiegelte. Außerdem wurden ihm im 1. Weltkrieg neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Am 1. Oktober 1919 wurde er in das vorläufige Reichsheer übernommen. Er wurde jetzt zum Stab vom Infanterie-Führer VII eingesetzt. Auch bei der Bildung des 200.000 Mann Heeres der Reichswehr Mitte Mai 1920 gehörte er als Ordonanzoffizier noch zum Befehlshaber der Infanterie der Reichswehr-Brigade 7. Bei der Bildung des 100.000 Mann Heeres der Reichswehr am 1. Oktober 1920 kam er dann zum 18. Infanterie-Regiment. Bei diesem wurde er die ersten Jahre als Zugführer eingesetzt. Im Frühjahr 1923 gehörte er zur 7. Kompanie des II. (Preuß.) Bataillons vom 18. Infanterie-Regiment in Münster. Am 1. Oktober 1923 begann er seine Führergehilfenausbildung beim Stab der 6. Division der Reichswehr in Münster. Etatmäßig wurde er dafür an diesem Tag in die 2. Eskadron vom 15. (Preußisches) Reiter-Regiment ebenfalls in Münster versetzt. Am 1. Oktober 1924 wurde er zum Adjutant des II. (Preuß.) Bataillons vom 18. Infanterie-Regiment in Münster ernannt. Am 1. Februar 1927 wurde er zum Hauptmann befördert. Am 1. April 1927 wurde er zum Stab des II. (Preuß.) Bataillons vom 18. Infanterie-Regiment in Münster versetzt. Sein Nachfolger wurde Oberleutnant Carl-August Schönfeld. Am 1. Oktober 1927 wurde er als Nachfolger von Hauptmann Büllers zum Chef der 5. Kompanie vom 18. Infanterie-Regiment in Münster ernannt. Ab dem 1. Oktober 1929 bekleidete er die Position des Regimentsadjutant vom 18. Infanterie-Regiment in Paderborn, seine 5. Kompanie übernahm Oberleutnant Erich Büscher. Am 1. April 1933 trat er in die Luftwaffe über und wurde Referent im Luftwaffen-Personalamt des Reichsluftfahrt-Ministeriums (RLM). Sein Nachfolger als Regimentsadjutant vom 18. Infanterie-Regiment wurde erneut Hauptmann Carl-August von Schönfeld. Am 1. Juli 1934 wurde er bei der Luftwaffe zum Major befördert. Am 1. August 1936 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. August 1937 wurde er dann Kommandeur der Aufklärungsgruppe 125 ernannt. Durch die Umbenennung seiner Gruppe wurde er am 1. Oktober 1937 zum Kommandeur der Aufklärungsgruppe 25 ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1938 zum Oberst befördert. Am 1. November 1938 wurde er durch die erneute Umbenennung seiner Gruppe zum Kommandeur der Aufklärungsgruppe 123 ernannt. Bei der Mobilmachung für den Zweiten Weltkrieg am 26. August 1939 wurde er zum Kommandeur der Luftwaffe bei der 2. Armee (Koluft 2) ernannt. Am 1. Dezember 1939 wurde er als Nachfolger von Oberst Joachim Sperling zum Kommandeur der Luftwaffe bei der 1. Armee (Koluft 1) ernannt. Am 3. Mai 1940 gab er sein Kommando als Koluft 1 an Oberst Fritz Reinshagen ab. Ab dem 23. Mai 1940 war er Amtsgruppenchef LP 2 im Luftwaffen-Personalamt. Am 1. August 1941 folgte seine Beförderung zum Generalmajor. Am 1. April 1943 wurde er zum Amtsgruppenchef LP 0 im Luftwaffen-Personalamt ernannt. Am 1. August 1943 wurde er als solcher zum Generalleutnant befördert. Am 1. April 1944 wurde er in die Führerreserve versetzt. Am 1. Juni 1944 wurde er zum Inspekteur der Wehrersatz-Inspektion Magdeburg ernannt. Angeblich wurde ihm für seine vorherige Tätigkeit beim Luftwaffen-Personalamt am 30. Juni 1944 das Deutsche Kreuz in Silber verliehen, was sich aber nicht in allen Werken bestätigt findet. Am 13. April 1945 ist er während der Endkämpfe des 2. Weltkrieges bei Calbe an der Saale gefallen.

26.08.39 appt Kdr. d.Lw. (Koluft) bei 2. Armee. 01.12.39 appt Koluft/AOK 1 (to 03.05.40). 10.03.40 re-appt Koluft AOK 2 (to 23.05.40). 23.05.40 appt Amtsgruppenchef LP 2 (Wehr-Abt.) in Lw.-Personalamt/RLM (to 31.03.43). 01.08.41 promo to Gen.Maj. 01.04.43 appt Amtsgruppenchef LP (Offz.) im Lw.-Personalamt/RLM. 01.08.43 promo to

Literatur und Quellen:
BArch, MSG 109/4919 : Krug, Ottomar: Deutsche Generale 1867-1945
Dienstaltersliste der Offiziere der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich  Württembergischen) Armeekorps 1917, Mittler und Sohn 1917
Dienstaltersliste der Offiziere der bisherigen Preußischen Armee und des XIII. (bisherigen Württembergischen) Armeekorps 1919, Mittler und Sohn 1919
Stellenbesetzung im Reichsheer 16. Mai 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1923, Berlin, Mittler und Sohn 1923
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1924, Berlin, Mittler und Sohn 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler und Sohn 1925
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1927, Berlin, Mittler und Sohn 1927
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1928, Berlin, Mittler und Sohn 1928
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1929, Berlin, Mittler und Sohn 1929
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1930, Berlin, Mittler und Sohn 1930
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1931, Berlin, Mittler und Sohn 1931
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1932, Berlin, Mittler und Sohn 1932
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. Mai 1933
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. April 1934
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945 Teil II, Band 3: Odebrecht–Zoch, Biblio Verlag, Osnabrück 1992
Carl Groos, Werner von Rudloff: Infanterie-Regiment Herwarth von Bittenfeld (1. Westfälisches) Nr. 13 im Weltkriege 1914-1918: nach d. amtl. Kriegsakten u. privaten Aufzeichnungen, Band 222 von Erinnerungsblätter deutscher Regimenter / Ehemals preußische Truppenteile, Stalling, 1927