Rietscher, Georg

 

* 3. Dezember 1918, Schweinserden bei Kamenz

† 21. September 1991, Radibor b. Bautzen

 

Georg Rietscher war der Sohn des Steinarbeiters Georg Rietscher. Er kam Anfang 1940 als Soldat zum Infanterie-Regiment 513 und nahm mit diesem im Verband der 294. Infanterie-Division am Westfeldzug teil. 1941 wurde er zum Gefreiten befördert und nahm am Rußlandfeldzug teil. Bei einem Angriff russischer Panzer während der Stellungskämpfe im Raum östlich von Charkow gelang es ihm, als Richtschütze und Gefreiter in der 14. (Panzerjäger-) Kompanie vom Infanterie-Regiment 513 neun russische Panzer abzuschießen und so einen russischen Durchbruch zu verhindern. Hierfür wurde ihm das eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Am 27. Juni 1942 wurde ihm für diesen rüscksichtslosen Einsatz und die vorbildliche Tat das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Anfang 1943 stand er nach dem Verlust von Stalingrad mit der 294. Infanterie-Division an der Mius-Front im Einsatz. Er zeichnete er sich bei der Verteidigung eines russischen Panzerangriffes und dem Halten einer wichtigen Stellung im Donezgebiet erneut besonders aus. Er vernichtete 5 Panzer, die im verminten Gelände vor der eigenen Stellung liegen geblieben waren. Hierfür wurde ihm am 14. März 1943 als Unteroffizier und vorgeschobener Beobachter in der Panzerjäger-Kompanie vom Grenadier-Regiment 513 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Anschließend wurde er als Ausbilder in die Heimat versetzt und war zuletzt Leutnant der Reserve im Wachregiment "Großdeutschland" in Berlin. Er kehrte nach dem Krieg wieder in seine Heimat zurück. 

 

Ritterkreuz (27. Juni 1942) Eichenlaub (14. März 1943)