Richter, Otto

 

* 26. Dezember 1893, Herrnhut in Sachsen

† 25. April 1980

 

 

Otto Richter war der Sohn vom königlich sächsischen Oberbaurat Otto Richter und seiner Ehefrau Klara, geborene Höppner. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges trat er am 8. August 1914 als Fahnenjunker in das 2. Königlich-Sächsische Pionier-Bataillon Nr. 22 in Riesa ein. Am 29. September 1914 folgte er seinem Bataillon ins Feld. Er wurde der 1. Kompanie als Gruppenführer an der Westfront zugeteilt. Am 24. November 1914 wurde er verwundet. Am 16. Januar 1915 wurde er für zwei Wochen zum Königlich Sächsisches 8. Infanterie-Regiment Prinz Johann Georg Nr.107 kommandiert. Während dieser Zeit wurde er am 27. Januar 1915 zum Fähnrich befördert. Am 30. Januar 1915 wurde er für zwei Monate zum Feldrekrutendepot des XIX. Armeekorps kommandiert. Ab dem 1. April 1915 wurde er wieder beim 2. Königlich-Sächsischen Pionier-Bataillon Nr. 22 eingesetzt. Am 16. Mai 1915 wurde er dort auch zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 23. Mai 1914 datiert. Ab dem 1. Oktober 1916 wurde er als stellvertretender Kompanieführer in seinem Bataillon eingesetzt. Am 12. November 1916 wurde er zur Feldkriegsschule der 4. Armee kommandiert. Am 21. Dezember 1916 kehrte er wieder zu seinem Bataillon zurück. Am 21. Mai 1917 wurde er als Adjutant zum Pionier-Bataillon 141 versetzt. Dieses wurde in Belgien zur Ausbildung eingesetzt. Ab Mitte Juli 1917 wurde das Bataillon beim Ausbau der Dreibank- und Klerken-Stellung im Raum Dixmuiden-Merckem eingesetzt. Mitte August 1917 wurde das Bataillon bei Itancourt-Hamegicourt eingesetzt. Im Oktober 1917 war das Regiment wieder bei Dixmuiden im Einsatz. Im November 1917 verlegte das Bataillon an die Ostfront, wo es bis Februar 1918 eingesetzt wurde. Ab März 1918 befand er sich mit seinem Bataillon im Westen, wo anfangs Ausbildung bei Hayingen-Conflans betrieben wurde. Im April 1918 war er mit dem Pionier-Bataillon 141 südlich von Thiaucourt, Pont-ä-Mousson beim Ausbau der Michelstellung im Einsatz. Im Juni 1918 befand er sich am Ourcq, nördlich von Cambrai. Im Juli 1918 wurde er mit dem Bataillon nördlich von Lille eingesetzt. Dabei kam es auch zum Rückzug mit Brücken- u.Schleusenzerstörungen über Menin auf Brüssel. Am 19. Juli 1918 wurde er verwundet, verblieb aber bei der Truppe. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Im Ersten Weltkrieg wurde er neben beiden Eisernen Kreuzen noch mit einigen anderen Orden ausgezeichnet. Nach Kriegsende wurde er am 8. Januar 1919 als Kompanieführer wieder zum 2. Königlich-Sächsisches Pionier-Bataillon Nr. 22 nach Riesa zurückversetzt. Am 14. Februar 1919 trat er in das Freiwillige Landesjägerkorps ein, in dem er als Kompanieoffizier eingesetzt wurde. Ab dem 24. Juni 1919 wurde er beim Stabe der II. Abteilung des Landjägerkorps verwendet. Noch im Jahr 1919 wurde er in das vorläufige Reichsheer übernommen und bei der Freiwilligen-Grenzjäger-Brigade 2 eingesetzt. Im Dezember 1919 folgte seine Versetzung in das Reichswehr-Pionier-Bataillon 12 der Reichwehr-Brigade 12. Ab dem 2. März 1920 wurde er dann als Bataillonsadjutant vom Reichswehr-Pionier-Bataillon 12 eingesetzt. Dieser Einheit gehörte er auch noch bei der Bildung des 200.000 Mann Heeres der Reichswehr im Mai 1920 an. Bei der Bildung des 100.000 Mann Heeres der Reichswehr am 1. Oktober 1920 wurde er in das 10. (Sächsische) Infanterie-Regiment in Dresden übernommen. Bei diesem wurde er jetzt als Kompanieoffizier (Zugführer) eingesetzt. Am 24. April 1921 hat er die Wehrkreisprüfung abgelegt. Am 4. Juni 1921 hat er die zwei Jahre ältere Anna Töpfer, Tochter eines Rittergutspächters, geheiratet. Am 1. Juli 1922 wurde ihm der 1. September 1915 als neues Rangdienstalter zugewiesen. Vm 20. Juli 1922 bis zum 16. Dezember 1922 besuchte er einen Lehrgang für Leibesübungen. Am 22. März 1923 hat er erneut die Wehrkreisprüfung abgelegt. Spätestens ab dem Frühjahr 1923 gehörte er zur 10. Kompanie vom 10. (Sächs.) Infanterie-Regiment. Am 15. Juli 1923 wurde seine älteste Tochter Maria Richter geboren. Im Februar 1924 wurde er kurzzeitig auch als Führer des Nachrichtenzuges des III. Bataillons seines Regiments eingesetzt, kam dann aber wieder zur 10. Kompanie zurück. Am 1. Juni 1924 wurde er in die 12. (MG) Kompanie vom 10. (Sächs.) Infanterie-Regiment in Dresden versetzt. Vom 9. Juli 1924 bis zum 6. August 1924 besuchte einen Maschinengewehr-Lehrgang. Am 20. November 1924 wurde seine jüngste Tochter Christa Richter geboren. Bei der 12. Kompanie wurde er am 1. März 1925 zum Oberleutnant befördert. Vom 1. Oktober 1925 bis zum 15. Februar 1926 besuchte er einen Waffenschullehrgang. Am 15. Juni 1926 wurde er als Nachrichtenoffizier in den Regimentsstab vom 10. (Sächs.) Infanterie-Regiment in Dresden versetzt. Zusammen mit seiner Beförderung zum Hauptmann am 1. Oktober 1929 wurde er als Nachfolger von Hauptmann Werner von Erdmannsdorf zum Chef der 3. (Jäger-) Kompanie vom 10. (Sächs.) Infanterie-Regiment ebenfalls in Dresden ernannt. Diese Funktion übte er dann einige Jahre aus. Am 1. Mai 1933 wurde er zum 3. (Preußisches) Pionier-Bataillon nach Küstrin versetzt. Dort wurde er als Nachfolger von Hauptmann Richard Müller zum Chef der 3. Kompanie ernannt. Am 1. Oktober 1934 wurde er bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht als Pionier-Offizier zum Stab der Heeresdienststelle Breslau versetzt. Während dieser Funktion wurde er am 1. Oktober 1935 zum Major befördert. Bei der Enttarnung der Einheiten wurde er ab dem 15. Oktober 1935 als Pionieroffizier beim Generalkommando VIII. Armeekorps in Breslau eingesetzt. Am 6. Oktober 1936 übernahm er dann das Kommando über das neue Pionier-Bataillon 48 in Breslau. Im März 1938 wurde er mit seinem Bataillon beim Einmarsch nach Österreich eingesetzt. Als Bataillonskommandeur erfolgte am 1. Juni 1938 seine Beförderung zum Oberstleutnant. Seine Privatanschrift war die Mühlstraße 48 I in Breslau mit der Telefonnummer 57884. Mit dem Pionier-Bataillon 48 zog Oberstleutnant Richter am 1. September 1939 zum Beginn des Zweiten Weltkrieges ins Feld. Sein Bataillon war Heerestruppe und kämpfte im Spätsommer 1939 im Polenfeldzug. Danach trug er die Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse. Im Frühjahr 1940 führte er sein Batallon dann im Westfeldzug. Danach trug er dann auch die Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse. Am 3. Juli 1940 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve OKH versetzt. Dabei wurde er dem Wehrkreis VIII zugeteilt. Am 14. März 1941 wurde Otto Richter in den Stab des Generals der Pioniere bei der Heeresgruppe C versetzt. Am 1. Juni 1941 wurde er zum Oberst befördert. Durch die Umbenennung des Oberkommandos gehörte er ab dem 22. Juni 1941 zum Stab des Generals der Pioniere bei der Heeresgruppe Nord. Am 30. Januar 1942 wurde sein Rangdienstalter als Oberst auf den 1. August 1940 verbessert. Am 21. März 1942 erhielt er folgende Beurteilung Generalleutnant Dr. Erich von Schaewen, General der Pioniere der Heeresgruppe Nord: "Geistig recht gut beanlagt und vielseitig interessiert, besonders auch auf dem Gebiet der Technik. Willensstark, fleissig. Vor dem Feind als Pionier-Bataillonskommandeur im Westfeldzug bewährt. Erfahrener kenntnisreicher Pionieroffizier, der im Ostfeldzug seine Stelle als Sachbearbeiter für alle pionier-taktische und organisatorische sowie Einsatzfragen und als Vertreter des Generals der Pioniere vorzüglich ausgefüllt hat. Bewertung: Füllt sehr gut aus. Empfehlung: Kommandeur eines Pionier-Regimentsstab z.b.V." Am 25. Juni 1942 wurde er zum Kommandeur vom Pionier-Regimentsstab z.b.V. 519 in Rußland ernannt. Auch in dieser Funktion wurde er weiter im Nordabschnitt der Ostfront eingesetzt. Im Sommer 1942 erhielt er folgende Beurteilung von Generalleutnant Dr. Erich von Schaewen, General der Pioniere der Heeresgruppe Nord: "Anläßlich der mit dem 25. Juni 1942 erfolgten Versetzung zum Pionier-Regimentsstab 519 nichts hinzuzufügen." Am 9. September 1942 gab er sein Kommando bereits wieder ab und wurde in die Führerreserve der Heeresgruppe Nord versetzt. Dabei wurde er direkt mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Armee-Pionierführers der 18. Armee beauftragt. Am 2. Oktober 1942 erhielt er folgende Beurteilung von General der Artillerie Kurt Herzog, KG vom XXXVIII. Armeekorps: "War nur 2 Monate Kommandeur des Pionier-Regimentsstab zbV 519 und Korpspionierführer des XXXVIII. Armeekorps. Die sehr gute Beurteilung vom 21. März 1942 hat sich auch hier voll bestätigt. Als Korps-Pionierführer sehr gut bewährt." Am 5. November 1942 wurde er zum Armee-Pionierführer der 18. Armee ernannt. Am 1. März 1943 erhielt er folgende Beurteilung von Generalmajor Hans Speth, Chef des Generalstabes der 18. Armee: "Hat sich sehr schnell mit dem Aufgabengebiet des Armeepionierführers vertraut gemacht und alle Aufgaben gemeistert. Ausgeprägte Fachkenntnisse. Empfehlung: Heeresgruppen-Pionierführer. Divisionskommandeur nach Lehrgang." Am 7. März 1943 ergänzte dazu Generaloberst Georg Lindemann, OB der 18. Armee: "Einverstanden. Offizier bester Schulung. Großes Können auf seinem Fachgebiet." Am 16. März 1943 erhielt er folgende Beurteilung von Generalleutnant Dr. Erich von Schaewen, General der Pioniere der Heeresgruppe Nord: "Besitzt vorzügliche Kenntnisse auf dem Gebiet seiner Waffe. Hat in weitem Umfange zu den Abwehrerfolgen der Armee beigetragen. Füllt seine Stelle als Armee-Pionier-Führer sehr gut aus." Am 20. Juli 1943 sendete Generaloberst Georg Lindemann, OB der 18. Armee ein Fernschreiben an das Heeres-Personal-Amt, in dem er Oberst Richter die uneingeschränkte Eignung zum Divisionskommandeur attestierte. Am 28. Juli 1943 wurde er in die Führerreserve OKH versetzt und der 18. Armee zugeteilt. Allerdings begleitete er auch noch am 22. August 1943 den Oberbefehlshaber der 18. Armee auf der Fahrt zur 58. ID, 21. ID, 254. ID und zum XXVI. Armeekorps als Armee-Pionierführer. Am 20. September 1943 erhielt er folgende Beurteilung von Generalmajor Hans Speth, Chef des Generalstabes der 18. Armee: "Weiterhin als Armee-Pionier-Führer ganz besonders bewährt." Dazu ergänzte Generaloberst Georg Lindemann, OB der 18. Armee, am 23. September 1943: "Nichts hinzuzufügen." Ab dem 1. Oktober 1943 wurde er als Regimentsführer in der 24. Infanterie-Division eingesetzt. Am 22. Oktober 1943 wurde ihm das Deutsche Kreuz in Silber verliehen. Am 29. November 1943 erhielt er von dem Divisionskommandeur der 24. Infanterie-Division, Generalleutnant Kurt Versock, folgende Beurteilung: "Leistungen als Regimentskommandeur waren gut, wenn auch manches noch zu lernen ist und weitere Erfahrungen zu sammeln sind. Gutes taktisches Verständnis für Kampf verbundener Waffen bietet Gewähr für erfolgversprechende Teilnahme am Divisionsführer-Lehrgang, dann Divisionskommandeur." Dazu ergänzte am 30. November 1943 General der Infanterie Otto Sponheimer, KG vom LIV. Armeekorps: "Divisionskommandeur nach Lehrgang und 2 monatiger Führung einer Frontdivision." Am 13. Dezember 1943 ergänzte dazu Generalfeldmarschall Georg von Küchler, OB der Heeresgruppe Nord: "Einverstanden." Am 1. Februar 1944 wurde er zum Generalmajor befördert. Zwischen dem 3. Februar 1944 und dem 1. März 1944 wurde er zum 9. Divisionsführerlehrgang nach Hirschberg kommandiert. Am 1. März 1944 erhielt er folgende Beurteilung von General der Infanterie Kurt Brennecke, Leiter des Lehrgangs: "Brauchbarer taktischer Blick, weniger praktische Erfahrung. Schlage vor, ihm zunächst Gelegenheit zur Einarbeitung zu geben. Verspricht dann aber, ein brauchbarer Divisionskommandeur zu werden." Am 4. März 1944 wurde er zum Heerespersonalamt (HPA) kommandiert als Führerreserve für Divisionskommandeure. Ab dem 10. März 1944 wurde er zur Heeresgruppe A kommandiert, um dort Verwendung als stellvertretender Divisionskommandeur zu finden. Am 11. März 1944 wurde er zur Einarbeitung zur 50. Infanterie-Division kommandiert. Durch die Umbenennung des Oberkommandos wechselte seine Kommandierung zur Verwendung als stellvertretender Divisionskommandeur zur Heeresgruppe Südukraine. Die Kommandierung zur Einarbeitung zur 50. Infanterie-Division blieb weiterhin bestehen. Am 26. März 1944 wurde er zur 73. Infanterie-Division kommandiert, um sich auf die Vertretung von Generalmajor Hermann Böhme vorzubereiten. Vom 5. April 1944 bis zum 16. April 1944 wurde er dann als Urlaubsvertretung von Generalmajor Hermann Böhme mit der Führung der 73. Infanterie-Division beauftragt. Zwischen dem 18. April und dem 2. Mai 1944 führte er stellvertretend für Generalleutnant Friedrich-August Weinknecht die 79. Infanterie-Division in Rumänien. Am 26. April 1944 erhielt er folgende Beurteilung von General Allmendinger, KG vom V. Armeekorps und Führer der 17. Armee: "Aufrechter Charakter, ruhige Natur, gründlich und zuverlässig. Nationalsozialist.Gute taktische Veranlagung, die er bei der Absetzbewegung auf der Krim in die Tat umgesetzt hat. Er führt ruhig und klar und ist Krisenlagen durchaus gewachsen. Geeignet zum Divisionskommandeur." Am 2. Mai 1944 erhielt er folgende Beurteilung von General der Artillerie Ernst-Eberhard Hell, Befehlshaber der Gruppe Hell: "Zuverlässige, willensstarke Persönlichkeit. Gründlich und tätig. Führt nach taktisch richtigen Grundsätzen. Hat sich über Truppe und Führer schnell ein zutreffendes Urteil gebildet und sie fest und selbsttätig in schwieriger Lage geführt. Hat das Zeug zum Divisionskommandeur." Vom 3. Mai 1944 bis zum 31. Mai 1944 führte er stellvertretend für Generalleutnant Georg Postel die 320. Infanterie-Division. Am 6. Mai 1944 ergänzte General der Infanterie Otto Wöhler, OB der Armeegruppe Wöhler, zur letzten Beurteilung: "Einverstanden! Volle Eignung zum Divisionskommandeur (Infanteriedivision)." Am 1. Juni 1944 wurde er schließlich Kommandeur der 198. Infanterie-Division in Rumänien ernannt. Kurz darauf verlegte er die Division zur Auffrischung zur 19. Armee nach Frankreich. Am 22. Juni 1944 erhielt er folgende Beurteilung von General der Infanterie Erich Buschenhagen, KG vom LII. Armeekorps: "War vom 3. Mai 1944 - 10. Juni 1944 mit der Führung beauftragt der 320. Inf.Div. Er hat sich hierbei durch sorgsames Abwägen der Gegebenheiten und durch kräftiges Handeln und klare Befehle rasch Vertrauen erworben und durch seine Führung zu dem Erfolg am Butor-Brückenkopf beigetragen. Empfehlung: Divisionskommandeur." Im August 1944 befand sich sein Hauptquartier in Narbonne. Die Division war für den Schutz der Mittelmeerküste von Narbonne bis Spanien zuständig. Nach der Invasion der Provence wurde sie in der Gegend von Brignolles unter schweren Verlusten eingesetzt. Es folgte der Rückzug bis Avignon. Zur Verfügung der 11. Panzer-Division wurde sie bei Concourde und Condillac eingesetzt. Bis zum 27. August hatte sich die Masse der 11. Panzer-Division zusammen mit fast allen sich zurückziehenden Infanterie-Divisionen die Grenze nördlich vom Fluss Drome überschritten. Nur die 198. Infanterie-Division von Generalmajor Otto Richter blieb in Montelimar zurück, mit dem Pionierkommando der Nachhut unmittelbar südlich davon. In der Nacht vom 27. August 1944 auf den 28. August 1944 führte er seine beiden verbliebenen Regimenter zusammen mit einer Reihe anderer Versprengter, die noch hofften, der Gefangennahme zu entgehen, in einem improvisierten Vorstoß nach Norden. Dabei stieß eine Gruppe direkt auf eine Großoffensive der 36. amerikanischen Division gegen Montelimar selbst, was zu seiner Gefangennahme und von etwa 700 weiterer seiner Soldaten führte, wobei die Amerikaner etwa 100 Soldaten verloren. Nach anderen Angaben geriet er erst am 29. August 1944 in Südfrankreich in alliierte Gefangenschaft. Auf seiner Karteikarte ist sogar der 31. August 1944 und englische Gefangenschaft dafür vermerkt. Ein weiterer Vermerk auf der Karte sagt aber aus, er wäre laut OB West vom 22. September 1944 vermisst. Aus der westalliierten Gefangenschaft wurde er am 29. September 1947 wieder entlassen.

 

Literatur und Quellen:
BArch, MSG 109/4919 : Krug, Ottomar: Deutsche Generale 1867-1945
Stellenbesetzung im Reichsheer 16. Mai 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1923, Berlin, Mittler und Sohn 1923
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1924, Berlin, Mittler und Sohn 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler und Sohn 1925
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1927, Berlin, Mittler und Sohn 1927
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1928, Berlin, Mittler und Sohn 1928
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1929, Berlin, Mittler und Sohn 1929
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1930, Berlin, Mittler und Sohn 1930
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1931, Berlin, Mittler und Sohn 1931
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1932, Berlin, Mittler und Sohn 1932
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. Mai 1933
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. April 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 1. Oktober 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 15. Oktober 1935
Stellenbesetzung Wehrmacht 6. Oktober 1936
Stellenbesetzung des Heeres mit Stand vom 12. Oktober 1937
Stellenbesetzung des Heeres 1938
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Wolfgang Keilig: Die Generale des Heeres und die Sanitätsoffiziere im Generalsrang, Podzun-Verlag 1983
NARA T-78 R-892