Raht, Gerhard Ferdinand Otto
| * 6. Juni 1920 Reinfeld / Holstein † 11. Januar 1977, Reinfeld / Holstein |
Gerhard Raht trat am 1. Oktober 1939 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein. Bei dieser wurde er am 1. Februar 1941 zum Leutnant befördert. Ab 1942 flog er als Nachtjäger bei der 4. Staffel vom Nachtjagdgeschwader 3. Er errang über Norddeutschland und der Nordsee rund 10 Luftsiege und wurde danach zum 1. Februar 1943 zum Oberleutnant befördert. Im März 1943 wurde er zum Staffelkapitän der 1. Staffel vom Nachtjagdgeschwader 2 ernannt. Im Sommer 1943 gehörte er wieder zum Stab der II. Gruppe vom Nachtjagdgeschwader 3. Am 6. September 1943 erhielt er den Ehrenpokal der Luftwaffe als Staffelkapitän der 3. Staffel seines Geschwaders. Am 13. Dezember 1943 wurde er mit seiner Ju 88 C-6 durch Flieger der US Air Force abgeschossen und konnte unverletzt bei Itzehoe abspringen. Damals gehörte er wieder zur 4. Staffel vom Nachtjagdgeschwader 3. Am 3. April 1944 wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Ende April 1944 kam er als Staffelkapitän wieder zur 1. Staffel vom Nachtjagdgeschwader 2. Am 1. Mai 1944 wurde er zum Hauptmann befördert. Als solcher übernahm er Mitte des Monats auch die Führung über die I. Gruppe vom Nachtjagdgeschwader 2. Am 10. Juni 1944 wurde sein Flugzeug bei Chateaudun nach der Landung von einem Jagdflugzeug in Brand geschossen. Am 24. Juni 1944 hat er wieder ein Flugzeug verloren. Nach 35 Luftsiegen wurde ihm an diesem 24. Juni 1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. In der Nacht zum 8. Februar 1945 erzielte er sechs Abschüsse. Bei Kriegsende hatte er 58 Nachtsiege errungen und wurde hierfür am 15. April 1945 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Bis zum Kriegsende hatter er 171 Kampfeinsätze und 58 Nachtsiege zu verzeichnen.
Ritterkreuz (24. Juni 1944) Eichenlaub (15. April 1945)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011