Prinz, Otto

 

* 4. Juli 1893, Ernstweiler

† 9. August 1977, Friedberg/Hessen

 

Otto Prinz trat am 13. März 1914 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 9. Rheinisches Infanterie-Regiment Nr. 160. Mit diesem kam er dann bei Ausbruch des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 an die Front. Dort wurde er nach wenigen Wochen zum Fähnrich befördert. Am 5. Dezember 1914 wurde er zum Leutnant befördert. Als solcher wurde er als Kompanieoffizier im 9. Rheinisches Infanterie-Regiment Nr. 160 eingesetzt. Ab dem Frühjahr 1915 wurde er dann bei einem Feldrekruten-Depot eingesetzt. Im Frühjahr 1917 wurde er dann als Ordonanzoffizier zum Generalstab vom VIII. Armeekorps versetzt. Anfang Januar 1918 wurde er dann zum AOK 8 kommandiert. Ab dem 1. März 1918 wurde er dann bis zum Ende des Krieges in verschiedenen Nachrichteneinheiten eingesetzt. Am 18. Oktober 1918 wurde er zum Oberleutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Ihm wurden außerdem neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Ende des Krieges wurde er dann als Leutnant in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er dann beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 bei der Nachrichten-Abteilung 2 der 2. Reichswehr-Brigade eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann nicht übernommen, sondern aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Am 1. Februar 1924 wurde er dann unter der Ernennung zum Oberleutnant wieder in die Reichswehr übernommen. Dabei wurde er jetzt als Kompanieoffizier in der 2. (Preuß.) Nachrichten-Abteilung eingesetzt. Dabei gehörte er anfangs zur 2. Kompanie nach Stettin versetzt. Sein Rangdienstalter als Oberleutnant wurde dann auf den 1. April 1925 festgelegt. Ab dem Frühjahr 1926 gehörte er dann für mehrere Jahre zur 1. Kompanie der 2. (Preuß.) Nachrichten-Abteilung ebenfalls in Stettin. Am 1. Januar 1929 wurde er dann als Nachrichtenoffizier zur Kommandantur Königsberg versetzt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1931 zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1932 zum Kompaniechef in der 5. Nachrichten-Abteilung ernannt. Am 1. April 1934 wurde er dann zur Verfügung des Oberbefehlshaber des Heeres gestellt. Am 1. Mai 1934 wurde er dann in die Luftwaffe übernommen. Dort wurde er jetzt als Nachrichtenoffizier zum Luftkreis-Kommando V in München eingesetzt. Am 1. April 1935 wurde er dann in das Reichsluftfahrtministerium (RLM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. Januar 1936 zum Major befördert. Als solcher wurde er am 1. August 1936 zum Leiter der Nachrichten-Abteilung vom RLM in Potsdam-Eiche ernannt. Ab dem 1. Juli 1938 wurde er dann als Abteilungsleiter (Draht-) beim Nachrichtenführer im RLM eingesetzt. Als solcher wurde er dann am 1. Dezember 1938 zum Oberstleutnant befördert. Ende März 1939 wurde er dann als Verbindungsoffizier vom OKW in das Reichspostministerium versetzt. Auch bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 blieb er weiter dort eingesetzt. Am 1. März 1940 wurde er dann zum Oberst befördert. Am 1. Januar 1941 wurde er dann zum Höheren Wehrmachts-Nachrichtenführer Sofia ernannt. Mitte Juni 1942 wurde er dann zum Höheren Nachrichtenoffizier der Luftwaffenmission in Rumänien ernannt. Am 1. Februar 1943 wurde er dann als Höherer Nachrichtenoffizier zum AOK 12 versetzt. Mitte März 1943 wurde er dann zum Luftnachrichten-Fernsprech-Inspizient der Luftwaffe ernannt. Ende Juni 1943 wurde er dann zum Nachrichtenführer im Luftgau-Kommando XXIX in Athen ernannt. Am 1. August 1943 wurde er dann zum Nachrichtenführer vom X. Flieger-Korps ernannt. Als solcher wurde er am 1. September 1943 zum Generalmajor befördert. Ende März 1944 wurde er abgelöst und daraufhin in die Führerreserve versetzt. Ende April 1944 wurde er dann zum Nachrichtenführer vom Luftgau-Kommando VI in Münster ernannt. Mitte Januar 1945 wurde er abgelöst. Er wurde jetzt als General z.b.V. und Inspekteur der Wehrmachtsnachrichten-Kommandanturen beim Chef des Wehrmacht-Nachrichtenwesens, General der Nachrichtentruppe Albert Praun, im OKW eingesetzt. Anfang Mai 1945 geriet er dann in westalliierte Gefangenschaft. Aus dieser wurde er im Frühjahr 1947 wieder entlassen.