Prellberg, Werner

 

* 24. Mai 1896, Hannover

† 15. Juni 1960, Wolfenbüttel

 

Werner Prellberg trat am 15. März 1914 in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum Straßburger Feldartillerie-Regiment Nr. 84. Bei diesem wurde er mit Patent vom 17. November 1914 zum Leutnant befördert. Als solcher wurde er im 1. Weltkrieg auch anfangs bei seinem Regiment eingesetzt. Im Frühjahr 1915 wurde er dann in das Landwehr-Feldartillerie-Regiment 255 versetzt. Dort wurde er dann in verschiedenen Funktionen bis zum Sommer 1918 eingesetzt. Sei Rangdienstalter wurde dann auch auf den 15. Mai 1913 verbessert. Beim Landwehr-Feldartillerie-Regiment 255 wurde er am 15. Juli 1918 auch zum Oberleutnant befördert. Als solcher wechselte er dann als Regimentsadjutant wieder zum Straßburger Feldartillerie-Regiment Nr. 84. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Ihm wurden außerdem noch beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Ende des Krieges wurde er als Oberleutnant in das Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 20. Juni 1918 festgelegt. Dort wurde er dann beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 als Inspektionsoffizier bei der Artillerieschule Jüterbog eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er weiter als Inspektionsoffizier dort eingesetzt. Im Frühjahr 1921 wechselte er dann für ein halbes Jahr zum 9. (Preuß.) Reiter-Regiment, kam dann am 1. Oktober 1921 aber wieder zur Artillerieschule nach Jüterbog zurück. Im Sommer 1922 wurde er dann als Batterieoffizier zum 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment versetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 gehörte er dann zur 1. Batterie vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Münster. 1925/26 wurde er dann in die 6. Batterie vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Minden versetzt. Im Frühjahr 1927 gehörte er dann zur 9. Batterie vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Wolfenbüttel. Am 1. November 1927 wurde er dann dort auch zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er dann zum Chef dieser Batterie ernannt. Diese Position übte er dann mehrere Jahre kontinuierlich aus. 1931/32 erhielt seine Batterie den Zusatz (kw). Anfang 1933 wurde er dann in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. November 1934 zum Major befördert. Im Frühjahr 1935 wurde er dann zur Luftwaffe versetzt. Dort wurde er jetzt im Reichsluftfahrtministerium eingesetzt. Am 1. Oktober 1935 wurde er dann zum Kommandeur der I. Abteilung vom Flak-Regiment 12 in Berlin-Lankwitz ernannt. Ende Mai 1937 gab er sein Kommando wieder ab. Er wurde dafür jetzt als Kursleiter zur Luftkriegsschule Wildpark-Werder versetzt. Dort wurde er am 1. August 1937 zum Oberstleutnant befördert. Im Juli 1938 wurde er dann zum Kommandeur vom Flak-Regiment 12 ernannt. Als solcher wurde er dann am 1. Juni 1939 zum Oberst befördert. Bei Beginn des 2. Weltkrieges führte er mit seinem Stab ab dem Sommer 1939 die Flakgruppe Berlin-Südost. Ende Februar 1940 gab er sein Kommando ab und wurde dafür mit der Führung vom Luftverteidigungskommando 1 in Berlin beauftragt. Anfang Juli 1940 wurde er dann zum Kommandeur der Flak-Brigade III ernannt. Bereits Ende des Monats gab er diese Führung anscheinend bereits wieder ab. Anfang Mai 1941 wurde er dann zum Kommandeur der Flak-Brigade VII ernannt. Anfang April 1942 gab er dieses Kommando wieder ab. Er wurde dafür jetzt zum Höherer Kommandeur der Flakartillerieschulen in Braunschweig ernannt. Als solcher wurde er am 1. August 1942 zum Generalmajor befördert. Erst im April 1944 gab er sein Kommando wieder ab. Er wurde dafür jetzt zum Kommandeur der 12. Flak-Division im Mittelabschnitt der Ostfront ernannt. Als solcher wurde er am 1. August 1944 zum Generalleutnant befördert. Er trug bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen. Bei Kriegsende geriet er dann in westalliierte Gefangenschaft. Aus dieser wurde er im Sommer 1947 wieder entlassen.