Pfetten, Lothar

 

* 31. Juli 1890, Oberaudorf

† 1972, (Ebenhausen / München)

 

Lothar Pfetten trat am 1. August 1912 als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Der Sohn eines Oberzollsekretärs kam dabei zum 2. Königlich Bayerisches Train-Bataillon. Am 1. August 1914 wurde er bei diesem nach dem Besuch der Kriegsschule München zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 30. Oktober 1912 festgelegt. Im folgenden Ersten Weltkrieg wurde er dann auf verschiedenen Posten eingesetzt. Zuerst führte er eine Fuhrpark-Kolonne beim Generalkommando II. Bayer. Armeekorps. 1914 wechselte er dann als Kompanieführer zum 8. Königlich Bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment. Ab Februar 1916 wurde er dann als Adjutant des Staffelstabes wieder beim Bayerisches II. Armeekorps eingesetzt. Im Februar 1917 wurde er dann zum Adjutant des Kommandeurs der Munitionskolonnen und des Trains bei der 6. Armee ernannt. Am 14. Dezember 1917 wurde er als Hilfsoffizier im Stab des AOK 6 zum Oberleutnant befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuze noch weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann als Oberleutnant in das Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 20. Mai 1917 festgelegt. Im November 1919 hat er Johanna Wörle geheiratet, dieser Ehe entsprang ein Sohn. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er bei der Fahr-Abteilung 21 der Reichswehr-Brigade 21 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in die 7. (Bayer.) Fahr-Abteilung übernommen. Bei dieser wurde er dann zunächst als Eskadronsoffizier eingesetzt. Ab dem 1. Oktober 1923 gehörte er dann zur 7. (Bayer.) Sanitäts-Abteilung in München. Von dieser wurde er direkt zur Führergehilfenausbildung in den Stab der 7. Division der Reichswehr kommandiert. Bei dieser wurde er am 1. Februar 1925 zum Rittmeister befördert. Als solcher wurde er dann am 1. Oktober 1925 zum Chef der 3. Eskadron der 7. (Bayer.) Fahr-Abteilung in Erlangen ernannt. Diese Funktion übte er dann mehrere Jahre aus. Am 1. Oktober 1929 wurde er dann in den Stab vom Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt. Am 1. Oktober 1931 wurde er dann als Transportoffizier in den Stab der 1. Kavallerie-Division nach Frankfurt an der Oder versetzt. Am 1. Oktober 1933 wurde er dann in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann in der Abwehr-Abteilung eingesetzt. Dort wurde er am 1. April 1934 zum Major befördert. Während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Juli 1935 zur Organisationsabteilung der Feldzeugmeisterei versetzt. Am 1. Juli  1936 wurde er dann zur Transportkommandantur Karlsruhe kommandiert. Am 1. August 1936 wurde er dann dort zum Oberstleutnant befördert. Am 1. September 1938 wurde er dann in die Waffen-Abnahme-Abteilung im Heeres-Waffenamt (WaA) vom Oberkommando des Heeres (OKH) versetzt. Diese wurde auch als Heeresabnahmeabteilung (Wa Abn) bezeichnet. Dort wurde er am 1. April 1939 zum Oberst befördert. Auch bei der Mobilmachung zum 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er noch im Heeres-Waffen-Amt eingesetzt. Am 20. September 1939 wurde er dann zum Kommandeur vom Feldzeug-Stab Lublin ernannt. Am 1. November 1939 wurde er dann zum Kommandeur vom Feldzeug-Kommando XX in Danzig ernannt. Nach dem ersten Tagen des Westfeldzuges im Frühjahr 1940 wurde er dann am 20. Mai 1940 zum Kommandeur vom Oberfeldzeug-Stab Belgien-Nordfrankreich ernannt. Im März 1941 wurde er dann durch die Umbenennung seines Stabes zum Kommandeur vom Oberfeldzeug-Stab 4 ernannt. Am 1. Oktober 1941 wurde er dann zum Kommandeur vom Feldzeug-Kommando V in Stuttgart ernannt. Als solcher wurde er am 1. November 1942 zum Generalmajor befördert. Am 20. April 1943 wurde er dann zum Heeres-Feldzeug-Inspekteur im OKH ernannt. Damit unterstand er jetzt direkt dem Generalquartiermeister. Am 1. Dezember 1944 gab er sein Kommando ab. Er kam nämlich ins Reservelazarett Königsberg und später nach Bad Tölz. Bei der Kapitulation der Wehrmacht kam er dann Anfang Mai 1945 in amerikanische Gefangenschaft. Aus dieser wurde er am 20. Mai 1947 wieder entlassen. Sein Sohn ist bereits 1943 als Hauptmann und Batterieführer gefallen.