Pellengahr, Richard
| * 19. August 1883, Wiedenbrück † 9. Oktober 1964, Bielefeld |
Richard Pellengahr trat am 28. Mai 1902 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Der Sohn eines Amtsrichters kam dabei zum Klevesches Feldartillerie-Regiment Nr. 43. Bei diesem wurde er am 16. Dezember 1902 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 18. August 1903 zum Leutnant befördert. Vom 1. Oktober 1907 bis Ende Ferbuar 1908 wurde er zur Ausbildung zur Militär-Turnanstalt kommandiert. Am 18. Dezember 1912 wurde er zum Oberleutnant befördert. Auch kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges gehörte er noch zum Klevesches Feldartillerie-Regiment Nr. 43. Am 28. November 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern auch beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er nach einer gewissen Zeit im Freikorps als Hauptmann in das vorläufige Reichsheer übernommen. Dabei kam er jetzt als Batteriechef zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 7. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er noch zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 7 der Reichswehr-Brigade 7. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann als Chef der 2. Batterie zum 6. Artillerie-Regiment. Bei diesem wurde er die ersten Jahre weiter als Batteriechef eingesetzt. Am 1. Oktober 1923 wurde er dann zum Regimentsstab vom 6. Artillerie-Regiment in Minden (Westfalen) versetzt. Am 1. April 1924 wurde er dann für mehrere Jahre als Waffenlehrer an die Infanterieschule kommandiert. Am 1. April 1926 wurde er dort zum Major befördert. 1927/28 wurde er dann zum Stab der I. (Preuß.) Abteilung vom 4. Artillerie-Regiment nach Halberstadt versetzt. Nach einem Jahr wurde er dann in den Stab der II. (Sächs.) Abteilung vom 4. Artillerie-Regiment nach Bautzen versetzt. Am 1. Oktober 1929 wurde er dann für über zwei Jahre in den Regimentsstab vom 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Schwerin versetzt. Am 1. Februar 1931 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Dezember 1931 wurde er dann zum Regimentsstab vom 1. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Königsberg versetzt. Am 1. Mai 1933 wurde er dort zum Oberst befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment Glogau ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 18 ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1936 zum Generalmajor befördert. Am 12. Oktober 1937 wurde er dann zum Artillerie-Kommandeur 6 (Arko 6) in Bielefeld ernannt. Am 1. April 1938 wurden ihm die Charakter als Generalleutnant verliehen. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 war er wahrscheinlich noch immer in dieser Position. Später gab er sein Kommando ab. Er wurde dann im November 1939 zum Kommandeur der neuen 196. Infanterie-Division ernannt. Die Division führte er dann im Frühjahr 1940 beim Unternehmen Weserübung, dem Überfall auf Dänemark und Norwegen. Am 9. Mai 1940 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 1. Juni 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert. Die 196. Infanterie-Division wurde dann im Raum Drontheim als Besatzungstruppe eingesetzt. Dort blieb er mit seiner Division die nächsten anderthalb Jahre. Am 1. März 1942 gab er sein Kommando über die 196. Infanterie-Division ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 30. Juni 1942 wurde er endgültig aus dem aktiven Dienst verabschiedet.
Ritterkreuz (9. Mai 1940)