von Ohnesorge, Feodor

 

* 9. Mai 1872, Fritzlar

† 8. Dezember 1926, Berlin-Dahlem

 

Feodor von Ohnesorge trat nach seiner Kadettenausbildung am 22. März 1891 als Sekondeleutnant in das Königlich Preußische Heer ein. Der Sohn eines Majors a.D. kam dabei zum 2. Garde-Feldartillerie-Regiment. Am 26. September 1899 hat er Gertrud Moeller geheiratet. Am 1. Oktober 1899 wurde er im 4. Garde-Feldartillerie-Regiment zum Premiereleutnant ohne Patent befördert. Am 13. Oktober 1899 erhielt er dann sein Patent als Oberleutnant. Am 27. Januar 1905 wurde er zum Hauptmann ohne Patent befördert. Als solcher wurde er dann zum Chef der 3. Batterie im 1. Posensches Feldartillerie-Regiment Nr. 20 ernannt. Am 27. Januar 1907 hat er dann sein Patent als Hauptmann erhalten. Am 19. September 1910 wurde er als Lehrer an die Feldartillerie-Schießschule nach Jüterbog versetzt. Bei dieser wurde er auch noch vor Beginn vom 1. Weltkrieg im Sommer 1914 eingesetzt. Nach Kriegsbeginn wurde er dann als Batteriechef und Abteilungsführer in einem Garde-Feldartillerie-Regiment eingesetzt. Als solcher wurde er am 28. November 1914 zum Major befördert. Im Februar 1915 meldete er sich krank. 1917 wurde er dann zum Kommandeur vom 1. Niederschlesisches Feldartillerie-Regiment „von Podbielski“ Nr. 5 ernannt. Dieses Kommando behielt er dann anscheinend bis zum Ende des 1. Weltkrieges. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Außerdem wurde ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen auch noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er als Major in das Reichsheer übernommen. Dabei gehörte er ab dem 1. Oktober 1919 auch noch zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 1. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er noch immer zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 1. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann am 30. November 1920 zum Oberstleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1920 festgelegt. Seine Tätigkeit zu diesem Zeitpunkt konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Am 5. Juni 1921 wurde er dann zum Kommandeur der I. Abteilung vom 1. (Preuß.) Artillerie-Regiment ernannt. Am 20. März 1922 gab er sein Kommando ab und wurde dafür in den Stab vom Artillerieführer III nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. März 1923 zum Oberst befördert. Am 1. Februar 1925 wurde er dann in den Stab der Kommandantur von Berlin versetzt. Am 31. März 1925 wurde er aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Generalmajor verliehen. Nur anderthalb Jahre später ist er dann bereits verstorben.