Niehoff, Heinrich

 

* 20. November 1882, Bochum

† 19. Februar 1946, Berlin-Köpenick

 

Heinrich Niehoff trat 1901 als Fahnenjunker in das Kaiserliche Heer ein. Er kam dabei zum 2. Westfälisches Infanterie-Regiment "Prinz Friedrich der Niederlande" Nr. 15. Bei diesem wurde er am 22. November 1902 zum Leutnant befördert. Am 18. August 1911 wurde er beim 2. Westfälisches Infanterie-Regiment "Prinz Friedrich der Niederlande" Nr. 15 zum Oberleutnant befördert. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1911 für dreieinhalb Jahre zur Kriegsakademie nach Berlin kommandiert. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges am er dann mit dem 2. Westfälisches Infanterie-Regiment "Prinz Friedrich der Niederlande" Nr. 15 an die Front. Dort wurde dann bis zum August 1915 als Kompanie- und Bataillonsführer eingesetzt. Am 8. November 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Im Sommer 1915 wechselte er dann in den Stabsdienst. Dabei wurde er die ersten Monate als 1. Generalstabsoffizier (Ia) beim Stab der Etappen-Inspektion Grodno eingesetzt. Im Herbst 1915 wurde er dann zum Adjutant der 17. Infanterie-Brigade ernannt. 1916 wechselte er dann in den Stab der 16. Infanterie-Division. Ab dem Spätsommer 1918 wurde er dann bei der Kommandantur Minsk, später Grodno eingesetzt. Am 30. September 1919 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines Major verliehen. Er trat dann am 1. Oktober 1919 als Major in die Polizei in Mühlheim/Ruhr ein.  Bereits 1920 wurde er dann für 8 Jahre zur Polizeiverwaltung Kiel versetzt. Dort wurde er recht bald zum Oberstleutnant der Polizei befördert. 1928 wurde er dann zur Polizeiverwaltung Berlin versetzt, wo er 1929 zum Oberst der Polizei befördert wurde. Am 1. April 1933 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor der Polizei zum Kommandeur der Landespolizei Breslau ernannt. Am 1. Februar 1936 trat er dann als Generalmajor zur Luftwaffe über. Dabei wurde er jetzt zum Chef des Stabes und Vizepräsidenten vom Reichsluftschutzbund ernannt. Als solcher wurden ihm am 1. Oktober 1937 die Charakter als Generalleutnant verliehen. Am 30. Januar 1938 wurde er dann zum Generalleutnant befördert. Am 31. März 1938 wurde er als solcher aus dem Dienst der Luftwaffe wieder verabschiedet. Er trat dann nach Beginn des 2. Weltkrieges wieder zur Verfügung des Heeres. Ende Februar 1940 wurde er zum Kommandant der Oberfeldkommandantur 670 (OFK 670) in Lille ernannt. Damit wurde er jetzt für das Departement Nord zuständig. Im Herbst 1942 gab er dieses Kommando ab und wurde erneut zur Verfügung gestellt. Mitte November 1942 wurde er dann dafür zum Kommandant des Heeresgebiet Südfrankreich ernannt. Am 10. August 1944 gab er sein Kommando über diesen Korück ab und wurde an diesem Tag auch endgültig aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Am 7. Dezember 1945 wurde er dann von den sowjetischen Besatzungsbehörden verhaftet. Bereits Mitte Februar 1946 ist er in der Gefangenschaft gestorben.