von Neufville, Georg

 

* 27. Oktober 1883, Frankfurt am Main

† 4. November 1941, Panovo (Russland)

Georg von Neufville trat im Herbst 1902 als Fahnenjunker in das Kaiserliche Heer ein. Er kam dabei zum Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 3. Bei diesem wurde er am 27. Januar 1904 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 28. Januar 1903 datiert. Kurz vor dem 1. Weltkrieg gehörte er 1914 zum Leib-Garde-Husaren-Regiment. Am 8. November 1914 wurde er zum Rittmeister befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg baute er dann in Mitteldeutschland als Rittmeister das Freikorps Neufville auf, welches auch als Landesschützen-Brigade von Neufville bezeichnet wurde, auf. Danach wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer gehörte er im Frühjahr 1920 als Adjutant zum Wehrkreiskommando III in Berlin. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann als Offizier z.b.V. eingesetzt. Er wurde der 6. Division der Reichswehr in Münster zur Verfügung gestellt. Im Sommer 1921 wurde er dann in das 2. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt, wo er als Eskadronchef eingesetzt wurde. Am 30. November 1921 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Major verliehen.

Er wurde dann später als Landesführer des Stahlhelm in Baden-Württemberg eingesetzt. 1933 wurde er dann zum geschäftsführenden Präsidenten des Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung ernannt. Am 10. April 1938 wurde er zum SA-Brigadeführer befördert. Als solcher war er für die Ausbildung der Landwacht zuständig. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er dann zum Kommandeur vom Infanterie-Ersatz-Bataillon 111 in Neckarsulm ernannt. Am 23. Januar 1940 wurde er dann zum Kommandeur des II. Bataillons vom Infanterie-Regiment 195 ernannt. Er führte das Bataillon dann im Frühjahr 1940 in den Westfeldzug. Dabei wurde ihm die Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse verliehen. Am 15. Dezember 1940 wurde er dann zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 195 ernannt. Als solcher wurde er 1941 zum Oberst befördert. Zum Sommerbeginn 1941 führte er das Regiment im Ostfeldzug beim Angriff auf Mittelrussland. Bereits im Juli 1941 wurde ihm die Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse verliehen. Am 22. September 1941 wurde ihm als Regimentskommandeur das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 3. November 1941 ist er im Raum Mihailovskoje, 60 Kilometer westlich von Moskau am linken Ufer der Moskwa, schwer verwundet wurden. Am nächsten Tag ist er auf dem Hauptverbandsplatz Panovo gestorben. Posthum wurde er dann noch zum Generalmajor befördert.

 

Ritterkreuz (22. September 1941)