Michelmann, Axel

 

* 7. April 1892, Berlin-Charlottenburg

+ 1986

 

 

Axel Michelmann war der Sohn des Rittergutsbesitzers Hermann Michelmann und dessen Ehefrau Martha. Er trat am 15. Juni 1912 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment König Ludwig III von Bayern (2. Niederschlesisches) Nr. 47 ein, wo er am 18. Februar 1913 zum Fähnrich und am 17. Februar 1914 zum Leutnant befördert wurde. Bei Kriegsausbruch war er Kompanie-Offizier in seinem Regiment, bis er am 1. November 1916 als Bataillons-Adjutant in das Infanterie-Regiment Nr. 331 versetzt wurde. Ab dem 1. Juni 1917 war er Ordonnanz-Offizier bei der 165. Infanterie-Brigade. Am 18. Oktober 1918 zum Oberleutnant befördert, diente er ab dem 1. November 1918 als Adjutant im Bezirks-Kommando Görlitz. Zwischen dem 1. November 1919 und dem 30. Juni 1920 fungierte Axel Michelmann als Adjutant beim "Freikorps Görlitz". Das Freikorps „Görlitz“, das später eine Stärke von ca. 2.500 Mann erreichte, wurde unter seiner Führung in Görlitz, Magdeburg, Dresden und München zur Unterdrückung und Niederschlagung von Aufständen eingesetzt. Am 1. Juli 1920 wurde Oberleutnant Michelmann in die Reichswehr übernommen und Ordonnanz-Offizier im Reichswehr-Infanterie-Regiment 12. Am 1. Oktober 1920 wurde er in das Infanterie-Regiment 3, am 1. April 1921 in das Infanterie-Regiment 6, am 1. Oktober 1924 in das Reiter-Regiment 14 und am 1. Oktober 1925 in den Stab des  Infanterie-Regiments 4. Hier erfolgte am 1. Februar 1928 seine Beförderung zum Hauptmann. Ab dem 1. Mai 1928 war er Kompaniechef der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 5, bis er am 1. Oktober 1930 in den Stab der 2. Division versetzt wurde. Am 1. Januar 1933 wurde er in das Heerespersonalamt versetzt und am 1. Dezember 1934 zum Major sowie am 1. Oktober 1937 zum Oberstleutnant befördert. Am 27. Februar 1933 hatte er Gertrud Dietrichs. Ab dem 1. Februar 1938 war er Abteilungschef im Heerespersonalamt (Abteilung P 4 - Personalführung der Offiziere der Sonderlaufbahnen). Am 1. September 1940 folgte die Beförderung zum Major und am 1. März 1944 zum Generalmajor. Ab dem 1. Mai 1944 war er Chef der Amtsgruppe P 6 im Heerespersonalamt. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er am 8. März 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv / Militärarchiv MSG 109/10850