Marbach, Karl-Heinz

 

* 5. Juli 1917, Kolberg

+ 27. September 1995, Bonn

 

Karl-Heinz Marbach trat am 3. April 1937 als Seeoffiziersanwärter in die Kriegsmarine ein und absolvierte seine Grundausbildung in der 2. Kompanie der II. Abteilung der Schiff-Stamm-Division der Ostsee. Am 16. Juni 1937 wurde er zur Bordausbildung auf SSS Horst Wessel kommandiert und am 21. September 1937 zum Seekadetten befördert. Am 24. September 1939 wurde er zur weiteren Bordausbildung auf den leichten Kreuzer Emden kommandiert und am 30. April 1938 zum Hauptlehrgang für Fähnriche an die Marineschule Flensburg-Mürwik kommandiert. Am 1. Mai 1938 zum Fähnrich befördert, absolvierte er im Anschluß mehrere Lehrgänge und kam am 3. April 1939 zur Bordausbildung auf den leichten Kreuzer Leipzig und am 12. April 1939 auf den leichten Kreuzer Nürnberg. Am 5. Juni 1939 kehrte er auf die Leipzig zurück. Am 1. Juli 1939 wurde er zum Oberfähnrich zur See und am 1. August 1939 zum Leutnant zur See befördert. Am 30. September 1939 wurde er Hilfssachbearbeiter beim Flottenkommando bzw. auf dem Schlachtschiff Gneisenau. Am 15. Oktober 1940 wurde er zur 1. Unterseeboots-Lehr-Division versetzt und zum Unterseeboots-Kommandanten ausgebildet. Am 6. Mai 1941 wurde er II. WO auf U 101, mit dem er drei Feindfahrten absolvierte. Am 1. September 1941 zum Oberleutnant zur See befördert, wurde er am 1. Januar 1942 I. WO und zugleich stellv. Kommandant auf U 101. Am 1. April 1942 wurde er zum Kommandantenschieß-Lehrgang zur 24. Unterseeboots-Flottille kommandiert und am 6. Mai 1942 Kommandant von U 29. Am 1. Juli 1942 wurde er Kommandant von U 28 und am 30. November 1942 zur Baubelehrung für U 953 kommandiert. Am 17. Dezember 1942 wurde er Kommandant von U 953. Seine erste Feindfahrt fuhr er vom 13. Mai bis 22. Juli 1943. Es wurden keine Schiffe versenkt. Die zweite Feindfahrt dauerte vom 2. Oktober bis 17. November 1943. Wieder wurden keine Schiffe versenkt. Die dritte Feindfahrt dauerte vom 26. Dezember 1943 bis 20. Februar 1944, erneut ohne Erfolge. Die vierte Feindfahrt dauerte vom 30. März 1944 bis zum 28. Mai 1944 blieb ebenso erfolglos wie die fünfte Feindfahrt vom 6. Juni bis 18. Juni 1944. Auf der sechsten Feindfahrt vom 24. Juni bis 22. Juli 1944 konnte er ein Schiff mit 1.927 brt versenken. Vom BdU wurde jedoch die Versenkung eines Zerstörers und eines Munitionsfrachters mit 7.000 brt angenommen, wofür ihm am 22. Juli 1944 das Ritterkreuz verliehen wurde. Im August 1944 wurde er der 3. Unterseeboots-Flottille versetzt und am 1. September 1944 zum Kapitänleutnant befördert. Am 20. September 1944 wurde er zur Baubelehrung von U 3014 nach Bremen kommandiert und am 17. Dezember 1944 Kommandant von U 3014. Mit dem Boot fuhr er keine Feindfahrten mehr und er mußte es am 3. Mai 1945 selbst versenken. Am 9. Mai 1945 geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er im Februar 1948 entlassen wurde. Insgesamt hatte er ein Schiff mit 1.927 brt versenkt.

Ritterkreuz (22. Juli 1944)