Lindemann, Ernst

 

* 28. März 1894, Altenkirchen

+ 27. Mai 1941, Nordatlantik

 

Ernst Lindemann ging 1913 zur Marine und war in der Reichsmarine u.a. Artillerie-Offizier auf den Linienschiffen Elsaß und Schleswig-Holstein. Zwischen 1931 und 1934 war er Lehrer an der Schiffs-Artillerie-Schule und von 1936 bis 1939 Referent und zuletzt Chef der Ausbildungs-Abteilung im OHM. Bei Kriegsausbruch erfolgte seine Ernennung zum Kommandeur der Schiffsartillerieschule. Im August 1940 erhielt Lindemann das Kommando über das Schlachtschiff Bismarck. Nachdem das Schiff gemeinsam mit dem schweren Kreuzer Prinz Eugen während des Durchbruchs in den Atlantik am 24. Mai 1941 das Schlachtschiff "Hood" versenken konnte, plädierte Lindemann für den Abbruch des Durchbruchs. Bismarck hatte einige Treffer abbekommen, von denen einer den Ölbunker beschädigt hatte. Es gelang Lindemann jedoch nicht, den Flottenchef, Admiral Lütjens, zur Umkehr zu bewegen. Daraufhin wurde die Bismarck am 26. Mai von Trägerflugzeugen angegriffen, welche die Ruderanlage der Bismarck beschädigten und das Schiff manövrierunfähig machten. Beim Endkampf des Schiffes am 27. Mai 1941 ging Ernst Lindemann mit dem Schiff unter.