Lemke, Herbert

 

* 3. Januar 1888, Danzig

+ 6. September 1945, Marburg an der Lahn

 

 

Herbert Lemke trat am 12. Mai 1907 als Fahnenjunker in das Kulmer Infanterie-Regiment Nr. 141 ein, in dem er am 1. Juli 1907 zum Fahnenjunker-Gefreiten, am 21. September 1907 zum Fahnenjunker-Unteroffizier, am 27. Januar 1908 zum Fähnrich und am 19. November 1908 zum Leutnant befördert wurde. Zwischen dem 15. Januar und dem 25. September 1908 besuchte er die Kriegsschule in Neiße. Am 31. Juli 1914 wurde er Kompaniechef im Festungs-MG-Bataillon 3, am 10. August 1914 folgte seine Versetzung in das Festungs-MG-Bataillon 1. Am 22. Oktober 1914 kehrte er als Kompaniechef in das Kulmer Infanterie-Regiment Nr. 141 zurück und wurde dort am 18. November 1914 zum Regiments-Adjutant ernannt. Am 28. Januar 1915 wurde er krankheitsbedingt abgelöst und in das Ersatz-Bataillon des Regiments versetzt. Hier erfolgte am 22. März 1915 seine Beförderung zum Oberleutnant. Ab dem 1. September 1915 fungierte er als Adjutant beim Landsturm-Bataillon "Gruppe" und kehrte am 22. Juni 1916 als Regiments-Adjutant in das Kulmer Infanterie-Regiment Nr. 141 zurück. Am 25. Juli 1916 wurde er dem Armee-Oberkommando 2 zugeteilt. Am 14. August 1916 musste er krankheitsbedingt erneut in das Ersatz-Bataillon des Kulmer Infanterie-Regiments Nr. 141 versetzt. Ab dem 11. Januar 1917 diente er als MG-Offizier im Stab des Infanterie-Regiments Nr. 342. Am 25. Februar 1918 wurde Herbert Lemke zum Hauptmann befördert. Am 15. April 1918 wurde er Führer des II. Bataillons des Regiments, bis er am 21. Juni 1918 als MG-Offizier in den Stab des 6. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 68 versetzt wurde. Am 29. August 1918 wurde er dann als MG-Offizier in den Stab der 255. Infanterie-Division versetzt. Am 24. November 1918 kehrte er in sein Stamm-Regiment, das Kulmer Infanterie-Regiment Nr. 141 zurück. Ab dem 1. Februar 1919 wurde er als Kompanie-Chef beim Grenzschutz im Bereich des XVII. Armeekorps eingesetzt. Am 21. Februar 1920 wurde er in die vorläufige Reichswehr übernommen  und Kompaniechef im Reichswehr-Infanterie-Regiment 73. Ab dem 1. April 1920 war er Kompaniechef im Infanterie-Regiment 17. Am 18. Dezember 1920 kam er dann als Nachrichten-Offizier in den Stab des Infanterie-Regiments 4, bis er am 1. Oktober 1921 in den Stab des III. Bataillons des Infanterie-Regiment 5 versetzt wurde. Zwischen dem 1. Oktober 1922 und dem 1. April 1923 war er Kompaniechef in seinem Regiment und kehrte anschließend in den Stab des III. Bataillons zurück. Ab dem 1. Juni 1925 war er erneut Kompaniechef und wurde dann am 1. Oktober 1927 Chef der Unteroffizierskurse im Regiment. Ab dem 1. Oktober 1930 war er Fürsorge-Offizier im Stab des Ausbildungs-Bataillons des Infanterie-Regiments 5. Am 1. Februar 1931 zum Major befördert, wurde Herbert Lemke in den Stab des Infanterieführers 1 versetzt und zum II. Bataillon der Schiff-Stamm-Division der Ostsee kommandiert. Am 1. Februar 1932 folgte seine Versetzung zum Stab des Befehlshabers Wilhelmshaven, wobei seine Kommandierung zum II. Bataillon der Schiff-Stamm-Division der Ostsee erhalten blieb. Am 1. Mai 1933 wurde er Offizier z.b.V. beim OKH und am 1. April 1934 Kommandeur des Ausbildungs-Bataillons des Infanterie-Regiments 3 (das ab dem 1. Oktober 1934 die Bezeichnung Infanterie-Regiment Deutsch-Eylau führte). Hier erfolgte am 1. Juli 1934 seine Beförderung zum Oberstleutnant. Am 15. Oktober 1935 wurde er dann Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 24. Am 1. August 1936 zum Oberst befördert, wurde Herbert Lemke am 1. Januar 1937 Ausbildungsleiter Plauen. Mit Beginn der deutschen Mobilmachung zum Polenfeldzug am 26. August 1939 wurde er Kommandeur des Schützen-Regiments 304, mit dem er am Polenfeldzug teilnahm. 1940 kämpfte er mit seinem Regiment in Frankreich. Am 26. August 1940 wurde er  in die Führerreserve versetzt und am 28. November 1940 zum Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regiments 75 ernannt. Am 17. April 1941 wurde er erneut in die Führerreserve versetzt, aber gleichzeitig mit der Aufstellung und Führung der 702. Infanterie-Division beauftragt, die er bis zum 4. September 1941 führte. Am 1. August 1941  wurde er zum Generalmajor befördert. Am 24. Januar 1942 wurde er dann Kommandeur der Division 180, einem Ersatztruppenteil im Wehrkreis X. Am 1. August 1944 erfolgte hier seine Beförderung zum Generalleutnant. Am 5. Oktober 1944 folgte seine Versetzung in die Führerreserve. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, in der er am 6. September 1945 verstarb.

 

Literatur und Quellen:

Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv Freiburg, Sig. MSg 109/10849