Lang, Emil

 

* 14. Januar 1909, Thalheim / Oberbayern

+ 3. September 1944, St. Trond / Holland (gef.)

 

Emil Lang war Verkehrsflieger bei der Lufthansa. Bei Kriegsbeginn wurde er als Transportflieger in die Luftwaffe übernommen und 1942 als Leutnant der Reserve zur 9. Staffel des Jagdgeschwaders 54 versetzt. Am 21. Oktober 1943 konnte er 12 Luftsiege erringen, kurze Zeit später soll er sogar 18 Luftsiege an einem einzigen Tag errungen haben. Nach seinem 119. Luftsieg erhielt er am 22. November 1943 das Ritterkreuz und drei Tage später das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Nach 144 Abschüssen wurde er am 11. April 1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Dabei war er Oberleutnant und Kapitän der 9. Staffel. Kurz darauf wurde er zum Hauptmann der Reserve befördert. Anschließend wurde er in das Jagdgeschwader 26 in der Reichsluftverteidigung versetzt und am 29. Juni 1944 Kommandeur der II. Gruppe. Am 3. September 1944 wurde er bei St. Trond bei einem Luftkampf tödlich abgeschossen. Auf über 400 Feindflügen hatte er 173 Luftsiege errungen, davon 25 im Westen.

Ritterkreuz (22. November 1943) Eichenlaub (11. April 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011