Landau, Christian-Johannes

 

* 13. Oktober 1897, Altona

+ 10. Dezember 1952, Freiburg im Breisgau

 

 

Christian-Johannes Landau war der Sohn des Gymnasial-Lehrers Otto Landau und dessen Ehefrau Alma. Er trat am 4. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in das 2. Rheinische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 23 ein, bei dem er den gesamten Ersten Weltkrieg über verblieb und in dem er am17. Januar 1915 zum Gefreiten, am 1. September 1915 zum Unteroffizier, am 3. Oktober 1916 zum Vizewachtmeister und am 27. April 1917 zum Leutnant der Reserve befördert wurde. Am 3. Dezember 1918 wurde er aus dem Militärdienst verabschiedet und studierte anschließend Agrarwissenschaften. Das Studium schloss er am 12. März 1923 als Diplom-Landwirt ab. Im Anschluss daran war er in der Wirtschaft tätig. Am 1. Juli 1934 trat er als Hauptmann wieder in das Heer ein und wurde in das Artillerie-Regiment 2 versetzt. Ab dem 1. Oktober 1934 fungierte er als Batteriechef der 8. Batterie des Artillerie-Regiments Rendsburg, ab dem 15. Oktober 1935 der 8. / Artillerie-Regiment 20. Ab dem 12. Oktober 1937 kommandierte die 4. Batterie des Regiments und am 1. April 1939 folgte seine Beförderung zum Major. Ab dem 17. Juli 1939 war er im Stab des Grenzschutz-Kommandos Oberrhein eingesetzt. Am 15. November 1939 folgte die Versetzung in den Stab der 14. Landwehr-Division und am 1. Dezember 1939 in den Stab der 205. Infanterie-Division. Am 26. Januar 1940 übernahm er das Kommando über die IV. Abteilung des Artillerie-Regiments 205. Mit dieser Abteilung nahm er 1940 am Westfeldzug gegen Frankreich teil. Am 19. Juni 1941 wurde er in die Führerreserve versetzt und zwei Tage später als Adjutant in den Stab der 196. Infanterie-Division versetzt, mit der er anschließend am Rußlandfeldzug teilnahm. Am 1. Februar 1942 folgte seine Beförderung zum Oberstleutnant. Am 1. Mai 1942 erneut in die Führerreserve versetzt, wurde Christian-Johannes Landau am 10. August 1942 Kommandeur des Artillerie-Regiments 36. Am 1. März 1943 wurde er dann zum Oberst befördert. Ab dem 28. Juli 1943 kommandierte er das Artillerie-Regiment 248, bis er am 1. September 1944 wieder in die Führerreserve versetzt wurde. Am 2. Mai 1944 war ihm das Deutsche Kreuz in Gold verliehen worden. Am 5. Oktober 1944 wurde er der Führerreserve des OB West zugeteilt und am 1. November 1944 mit der Führung der 176. Infanterie-Division betraut. am 1. Januar 1945 zum Generalmajor befördert, wurde er am gleichen Tag auch zum Kommandeur der 176. Infanterie-Division ernannt. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde. Am 9. Mai 1945 soll ihm noch das Ritterkreuz verliehen worden sein.

Ritterkreuz (9. Mai 1945)

 

Literatur und Quellen:

Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv / Militärarchiv Sig MSG 109/10849