Lamey, Hubert

 

* 30. Oktober 1896, Mannheim

+ 7. April 1981, Augsburg

 

 

Hubert Lamey war der Sohn des Kunstmalers August Lamey und dessen Ehefrau Jane. Er trat am 1. Oktober 1915 als Fahnenjunker in das 2. Badische Grenadier-Regiment Kaiser Wilhelm I. Nr. 110 ein. Nachdem er die Grundausbildung durchlaufen hatte, wurde er am 27. Dezember 1915 zu seinem Regiment an die Westfront in die Champagne versetzt. Am 24. April 1916 wurde er im Leutnant befördert und vom 1. August bis zum 1. November 1916 auf die Feld-Kriegsschule in Liebau kommandiert. Anschließend war er abwechselnd Kompaniechef der 1. und 3. Maschinengewehr-Kompanie im Reserve-Infanterie-Regiment 40. Nach der Auflösung des Regiments am 15. September 1918 folgte seine Versetzung in das Reserve-Infanterie-Regiment 110. Ab dem 1. Oktober 1918 war Hubert Lamey zur Feld-Luftschiffer-Abteilung kommandiert und kehrte am 1. Dezember 1918 in das 2. Badische Grenadier-Regiment Kaiser Wilhelm I. Nr. 110 zurück. Am 1. April 1919 folgte seine Kommandierung zum Freiwilligen-Ulanen-Regiment und am 11. Januar 1920 seine Versetzung in das Reiter-Regiment 11. Dort wurde er am 1. April 1925 zum Oberleutnant befördert. 1925 / 1926 besuchte er die Kriegsschule in Dresden. Am 1. Januar 1926 folgte seine Versetzung in das Infanterie-Regiment 14, wo er ab dem 1. September 1926 bis zum 1. April 1928 als Adjutant des III. Bataillons eingesetzt wurde. Am 16. August 1928 heiratete er Elisabeth Ellen von Meiss. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. Im Frühjahr 1930 absolvierte er seine Wehrkreisprüfung. Am 1. Oktober 1930 wurde er in den Stab der 2. Division versetzt, um die Führergehilfen-Ausbildung (Generalstabsausbildung) im Wehrkreis VII zu absolvieren. Ab dem 1. Oktober 1932 setzte er seine Führergehilfen-Ausbildung im Reichswehrministerium in Berlin fort. Am 1. Februar 1933 zum Hauptmann befördert, folgte am 1. August 1933 seinen Ernennung zum Transport-Offizier im Stab der 5. Division. Bereits am 1. September 1933 wurde er in den Generalstab des Heeres versetzt und am 1. August 1935 Chef der 12. Kompanie im Infanterie-Regiment 14. Am 1. April 1936 folgte seine Beförderung zum Major. Ab dem 1. August 1936 fungierte er als Lehrer an der Kriegsakademie und wurde am 1. Juli 1938 Ia im Stab der 27. Infanterie-Division. Am 1. April 1939 zum Oberstleutnant befördert, wurde er nach Kriegsausbruch am 15. Oktober 1939 Oberquartiermeister bei der 7. Armee. Am 1. Juli 1941 folgte seine Beförderung zum Oberst und am 1. August 1942 seine Ernennung zum Kommandeur des Grenadier-Regiments 328.  Dieses Regiment war im Raum Leningrad eingesetzt. Am 28. Juli 1943 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Ab dem 1. November 1943 kommandierte er vertretungsweise die 21. Infanterie-Division und ab dem 1. Dezember 1943 vertretungsweise die 28. Jäger-Division. Ab dem 1. Februar 1944 besuchte er den Divisionsführer-Lehrgang in Hirschberg. Für seine Führungsleistung der 28. Jäger-Division wurde Hubert Lamey am 12. Februar 1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 25. Februar 1944 verunglückte er dabei beim Skifahren und musste im Lazarett behandelt werden. Am 10. Juli 1944 wurde er mit der Führung der 118. Jäger-Division betraut, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Balkan eingesetzt war. Am 1. September 1944 zum Generalmajor befördert, folgte am gleichen Tag die Ernennung zum Kommandeur der 118. Jäger-Division. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er am 30. Oktober 1947 entlassen wurde.

Ritterkreuz (12. Februar 1944)

 

Literatur und Quellen:

Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv / Militärarchiv Sig MSG 109/10849