Laengenfelder, Hanns

 

* 8. Februar 1903, Nürnberg

+ 18. Juli 1982, Nürnberg

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Hanns Laengenfelder war der Sohn des Oberapothekers Heinrich Laengenfelder und dessen Ehefrau Jenny. Er trat am 1. April 1923 als Fahnenjunker in das 21. (Bayerische) Infanterie-Regiment der Reichswehr ein, wo er 1925 zum Fähnrich, 1926 zum Oberfähnrich, am 1. Dezember 1926 zum Leutnant, am 1. Februar 1930 zum Oberleutnant und am 1. April 1935 zum Hauptmann befördert wurde. Am 12. Dezember 1930 hatte er Alice Grether geheiratet. Von September 1935 bis Sommer 1937 besuchte er die Kriegsakademie. Im Anschluss daran wurde er am 1. Oktober 1937 Chef der 12. Kompanie im Infanterie-Regiment 86. Mit dem Infanterie-Regiment 86 nahm Laengenfelder am Polenfeldzug teil. Am 1. November 1939 folgte seine Ernennung zum Transportkommandanten von München. Ab dem 1. Juli 1940 war er Erster Generalstabsoffizier in der Wehrmacht-Verkehrsdirektion in Paris. Hier wurde er am 1. August 1940 zum Major befördert. Am 1. Januar 1941 wurde er als Zweiter Generalstabsoffizier in den Stab der 31. Infanterie-Division, mit der er ab Juni 1941 am Krieg gegen Rußland teilnahm. Am 1. Dezember 1941 wurde Hanns Laengenfelder Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 106, das er im Mittelabschnitt der Ostfront führte. Am 1. November 1942 folgte seine Beförderung zum Oberstleutnant und am 1. Dezember 1942 seine Ernennung zum Kommandeur des Grenadier-Regiments 106, welches inzwischen im Südabschnitt der Ostfront kämpfte. Für seine Führungsleistung bei den Kämpfen am Donez und am Dnjepr sowie für persönliche Tapferkeit wurde ihm am 31. Oktober 1943 das Ritterkreuz verliehen. Außerdem wurde er am 1. November 1943 zum Oberst befördert. Am 7. Januar 1944 wurde er in die Führerreserve versetzt und besuchte einen Divisionsführerlehrgang in Hirschberg. Am 17. Oktober 1944 erfolgte seine Ernennung zum Kommandeur der 15. Infanterie-Division, welche in Ungarn eingesetzt war. Am 1. Januar 1945 wurde Laengenfelder zum Generalmajor befördert. Kurz vor Kriegsende wurde ihm am 30. April 1945 das Eichenlaub verliehen. Am 10. Mai 1945 geriet er in russische Gefangenschaft, aus der er am 10. Oktober 1955 entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (21. Oktober 1943) Eichenlaub (30. April 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011
Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv / Militärarchiv Sig MSG 109/10849