Lademann, Friedbert

 

* 12. November 1873, Breslau

+ 4. April 1944, unbekannt

 

 

Friedbert Lademann war der Sohn des späteren preußischen Generalleutnants Oskar Lademann und dessen Ehefrau Emma Blancka. Er besuchte zunächst das Kadettenkorps und wurde am 22. März 1893 als Sekondeleutnant in das Infanterie-Regiment "Fürst Leopold von Anhalt-Dessau" (1. Magdeburgisches) Nr. 26 überwiesen. Zwischen 1898 und 1899 fungierte er als Adjutant beim III. Bataillon des Regiments, anschließend wurde er in gleicher Funktion zum Bezirks-Kommando Stendal kommandiert. Von 1901 an absolvierte er die dreijährige Ausbildung an der Kriegsakademie und wurde dort 1902 zum Oberleutnant befördert. Nach seiner Rückkehr zu seinem Stamm-Regiment fungierte er dort als Regiments-Adjutant und wurde am 11. September 1907 unter gleichzeitigen Beförderung zum Hauptmann Adjutant des Direktors des Justiz- und Versorgungs-Departements im Kriegsministerium ernannt. Unter Belassung in diesem Kommando folgte am 27. Januar 1911 seine Versetzung in das Infanterie-Regiment „Graf Tauentzien von Wittenberg“ (3. Brandenburgisches) Nr. 20. Am 22. März 1914 zum Major befördert, gehörte Lademann während des Ersten Weltkrieges dem Stab des Kriegsministers im Großen Hauptquartier an. Zwischen dem 2. November und 21. Dezember 1917 war er Kommandeur des Infanterie-Regiments "Fürst Leopold von Dessau" (1. Magdeburgisches) Nr. 26. Für sein Kommando wurde er mit beiden Stufen des Eisernen Kreuzes und dem Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern ausgezeichnet. Nach Kriegsende als Oberstleutnant und Abteilungschef im Reichswehrministerium in die Reichswehr übernommen, wurde Lademann am 1. Juli 1921 zum Oberst befördert. Als solcher fungierte er vom 1. November 1922 bis zum 31. Januar 1926 als Kommandeur des 9. (Preußisches) Infanterie-Regimentes in Potsdam. Anschließend wurde Lademann unter Verleihung des Charakters als Generalmajor in den Ruhestand versetzt.

 

Literatur und Quellen:

Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv Freiburg, Sig. MSG 109/10849

Dermot Bradley (Hrsg.): Die Generale des Heeres 1921–1945. Die militärischen Werdegänge der Generale, sowie der Ärzte, Veterinäre, Intendanten, Richter und Ministerialbeamten im Generalsrang. Band 7: Knabe–Luz. Biblio Verlag