Kutzky, Reinhold

 

* 11. Oktober 1895, Berlin

+ 28. Dezember 1971, Bremen

 

 

Reinhold Kutzky war der Sohn des Großkaufmanns Otto Kutzky und dessen Ehefrau Martha, geborene Milenz. Er trat am 20. Oktober 1914 als Fahnenjunker in das Telegrafen-Bataillon Nr. 2 ein, mit dem er nach Absolvierung seiner Grundausbildung an die Front zog. Hier wurde er am 20. September 1915 zum Leutnant befördert. Ab dem 4. September 1916 war er Führer der schweren Funkstation Nr. 6  beim Höheren Kavallerie-Kommando 6. Ab dem 27. Juli 1917 führte er die Funkstation Nr. 315, bis er ab dem 14. November 1917 als Funkreferent beim Gruppen-Nachrichten-Kommandantur 608. Ab dem 5. Januar 1918 war er dann Kommandeur der Divisions-Funk-Abteilung 54. Ab dem 26. November 1918 war er Adjutant bei der Nachrichten-Ersatz-Abteilung 11 (später in Brigade-Nachrichten-Abteilung 111 umbenannt). Am 1. Oktober 1919 wurde er in die vorläufige Reichswehr übernommen und in die Reichswehr-Nachrichten-Abteilung 20 versetzt. Am 1. Oktober 1920 folgte die Versetzung in die Nachrichten-Abteilung 1 und ab dem 1. März 1922 war er Adjutant der Abteilung 7 bei der Inspektion für Waffen und Gerät im Heereswaffenamt. Am 1. Mai 1922 wurde er bei gleicher dienstlicher Verwendung in das Reiter-Regiment 7 und am 1. Juli 1923 in das Artillerie-Regiment 3 versetzt. Am 1. April 1925 zum Oberleutnant befördert, wurde er am 1. Oktober 1926 zur Nachrichten-Abteilung 3 versetzt. Am 1. Oktober 1927 folgte die Versetzung in das Artillerie-Regiment 3. Gleichzeitig wurde er zum Studium an die technische Hochschule Berlin kommandiert. Am 1. Oktober 1929 wurde er bei weiterer Kommandierung zum Studium in das Reiter-Regiment 9 versetzt und dort am 1. April 1930 zum Rittmeister befördert. Am 6. März 1932 schloss er sein Studium als Diplom-Ingenieur ab. Im Anschluss daran wurde er in das Heereswaffenamt im Reichswehr-Ministerium versetzt und am 1. April 1933 Kompaniechef in der Nachrichten-Abteilung 3. Am 1. August 1935 ins Reichskriegsministerium versetzt, folgte am 1. Dezember 1935 seine Beförderung zum Major und am 1. Januar 1939 zum Oberstleutnant. Ab dem 1. April 1940 war er Chef der Abteilung SB / Wehrmachtsnachrichtenverbindungen im Oberkommando des Heeres. Am 11. Juli 1940 heiratete er Ursila Schulte. Am 1. August 1940 übernahm er das Kommando über das Nachrichten-Regiment 563. Am 1. November 1940 zum Oberst befördert, wurde er am 1. März 1942 Kommandeur der Horchtruppen Südost (später Kommandeur der Nachrichten-Aufklärung 4). Am 10. September 1942 wurde er Kommandeur der Nachrichten-Aufklärung 2 und am 15. März 1943 Armee-Nachrichtenführer der 7. Armee. Am 9. November 1944 zum Generalmajor befördert, erfolgte am 20. Februar 1945 noch seine Ernennung zum Nachrichtenführer der Heeresgruppe G. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus er er am 1. Juli 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10848 Kas-Kus
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor2/KUTZKY_REINHOLD.html
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.