Kuen, Adolf

 

* 5. Mai 1893, Kißlegg in Württemberg

+ 3. Mai 1953, Kißlegg in Württemberg

 

 

Adolf Kuen trat am 1. Oktober 1912 als Einjährig-Freiwilliger in das 1. bayerische Fußartillerie-Regiment ein. In diesem Regiment wurde er 1913 zum Gefreiten und zum Unteroffizier der Reserve und 1914 zum Vizefeldwebel der Reserve befördert. Am 30. September 1913 wurde er aus dem Wehrdienst entlassen. Bei Beginn des Ersten Weltkrieges wurde er als Offizier-Stellvertreter in sein Regiment eingezogen und Führer der 5. Munitionskolonne. Am 20. Oktober 1914 folgte die Beförderung zum Leutnant der Reserve. Am 9. März 1915 wurde er Beobachtungs-Offizier beim Stab der I. Abteilung des 3. bayerischen Fußartillerie-Regiments und am 9. März 1915 Führer der Fußartillerie-Munitionskolonne 214 im I. bayerischen Armeekorps. Ab Mitte August 1915 wurde Adolf Kuen in Schleißheim zum Flugzeugführer ausgebildet und anschließend ab Mitte Januar 1916 bei der Artillerie-Fliegerabteilung 103 als Flugzeugführer eingesetzt. Ab dem 4. Oktober 1916 war er Flugzeugführer bei der Jagdstaffel 14a. Am 23. August 1917 kam er als Offizier z.b.V. zur Flieger-Abteilung 297. Ab Oktober 1918 war er bei der Inspektion der bayerischen Fliegertruppe München eingesetzt und wurde zum Prüffeld der Deutschen Flugzeugmotoren-Werke kommandiert. Am 17. November 1918 wurde er schließlich aus dem Wehrdienst entlassen.
Am 1. Oktober 1934 trat Adolf Kuen als Major in die Luftwaffe ein und als Offizier z.b.V. im Reichsluftfahrtministerium eingesetzt. Am 1. April 1935 wurde er zum Infanterie-Lehrgang in Königsbrück kommandiert. Im Anschluß zu diesem Lehrgang folgte ab dem 1. Juni 1935 die Kommandierung zur Fliegerschule Braunschweig. Am 1. Oktober 1935 wurde Adolf Kuen in den Stab der Fliegerschule Hildesheim versetzt. Am 1. Januar 1937 wurde er zum Oberstleutnant befördert und am 1. Juni 1937 Kommandeur der Aufklärungsgruppe 121. Gleichzeitig wurde er Fliegerhorst-Kommandant von Hildesheim. Am 1. Februar 1939 wurde er Kommandeur der Aufklärungsgruppe 10 und gleichzeitig Fliegerhorst-Kommandant Neuhausen. Am 1. April 1939 folgte die Beförderung zum Oberst. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er Kommandeur der Luftwaffe der 7. Armee. Am 1. April 1940 wurde er dann Kommandeur der Ergänzungs-Aufklärungsgruppe beim General der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber der 4. Armee. Im Juni 1940 folgte die Verwendung beim Luftgau-Kommando Westfrankreich und ab Oktober 1940 als Flughafen-Bereichs-Kommandant 9/XI in Paris-Sero. Am 1. April 1942 zum Generalmajor befördert, hatte er diese Dienststellung bis zum Fall von Paris im Herbst 1944 inne. Anschließend erhielt er kein neues Kommando und wurde noch vor Kriegsende aus dem Wehrdienst entlassen.