Krziwanek, Johann (Edler von)

 

* 25. Dezember 1890, Prag

+ 18. November 1944, München (Luftwaffenlazarett)

 

 

Johann Krziwanek trat am 18. August 1911 als Fähnrich in das k.u.k. Steirisches Infanterie-Regiment "Albert I. König der Belgier" Nr. 27 ein, wo er am 1. November 1913 zum Leutnant befördert wurde. Am 19. Juni 1914 wurde er in das k.u.k. Feldhaubitzen-Regiment Nr. 28 versetzt und dort als Zug- und Batterie-Offizier eingesetzt. Am 1. Mai 1915 folgte die Beförderung zum Oberleutnant. Am 1. Dezember 1916 folgte die Versetzung in das Landwehr-Feldhaubitzen-Regiment Nr. 22, in dem er ebenfalls als Zug- und Batterie-Offizier eingesetzt wurde. Am 6. Januar 917 wurde er dann Kommandant des Ersatz-Bataillons des k.u.k. schweren Feldartillerie-Regiments 26, bis er am 1. September 1917 als Batterie-Kommandant in das k.u.k. Feldartillerie-Regiment Nr. 26 versetzt wurde. Am 15. November 1918 in das k.u.k. Feldartillerie-Regiment 113 versetzt, trat er bei Ende des Ersten Weltkrieges in das Volkswehr-Bataillon X ein. Ab dem 1. Mai 1919 war er Adjutant des Unterbefehlshabers beim Kreis-Arsenal und ab dem 23. Mai 1919 Verbindungs-Offizier und Adjutant-Stellvertreter beim Arsenal. Am 1. Januar 1920 folgte die Verwendung als Militär-Referent beim Arsenal-Kommando und am 1. Juli 1920 die Versetzung in das Infanterie-Regiment 3. Hier wurde er am 1. Januar 1921 zum Hauptmann und am 1. Juni 1924 zum Stabs-Hauptmann befördert. Am 1. Dezember 1925 wurde Johann Krziwanek in die Brigade-Artillerie-Abteilung 2 versetzt und dort am 20. Juli 1928 zum Major befördert. Ab dem 1. Februar 1929 diente er beim selbständigen Artillerie-Regiment des österreichischen Bundesheeres und wurde am 1. Juli 1931 Lehrer an der österreichischen Heeres-Schule. Am 1. Oktober 1934 wurde er Kommandant der Luftschutz-Batterie und am 1. Oktober 1936 Kommandant des Flak-Maschinenkanonen-Kommandos I. Am 15. März 1938 trat er in die deutsche Luftwaffe über und wurde Kommandeur der leichten Flak-Abteilung 91, wo er am 1. April 1939 zum Oberstleutnant befördert wurde. Am 24. August 1939 übernahm er das Kommando über das Flak-Regiment 181, welches bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Würzburg als Flugabwehr-Kommando Main eingesetzt wurde. Am 8. August 1940 übernahm er das Kommando über das Flak-Regiment 111 in Amstelveen, das als Flakgruppe Amsterdam fungierte. Hier wurde er am 1. September 1940 zum Oberst befördert. Am 1. Juli 1942 wurde er dann Kommandeur der Flak-Brigade X in Dortmund. Vor der Verlegung der Brigade an die Ostfront wurde Johann Krziwanek am 22. Februar 1943 Offizier z.b.V. des RLM und Ob.d.L. und am 15. Juli 1943 zum Kommandeur der Flak-Brigade XVII ernannt. Diese unterstand zu diesem Zeitpunkt der Luftflotte 2 und wurde in Italien eingesetzt. Am 1. November 1943 wurde er Kommandeur der Flak-Brigade III. Gleichzeitig wurde er zum Generalmajor befördert. Am 26. Januar 1944 wurde er zum Flakführer Mittel-Italien ernannt und am 9. Februar 1944 Vertreter des Kommandierenden Generals der Flakartillerie Süd. Am 26. April 1944 übernahm er erneut das Kommando über die Flak-Brigade III, bis er am 13. Juli 1944 in die Führerreserve versetzt wurde. Am 18. November 1944 ist er in München verstorben.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10848 Kas-Kus
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/KRZIWANEK_JOHANN.html
Deutschlands Generale und Admirale. Teil II. Hildebrand, Karl-Friedrich. Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935-1945. Die militärischen Werdegänge der Flieger-, Flakartillerie-, Fallschirmjäger-, Luftnachrichten- und Ingenieur-Offiziere einschließlich der Ärzte, Richter, Intendanten und Ministerialbeamten im Generalsrang. 3 Bände mit insgesamt 688 Lebensläufen. Osnabrück