Krug, Ludwig

 

* 23. März 1894, Berlin-Charlottenburg

+ 19. August 1972, Koblenz

 

 

Ludwig Krug war der Sohn des Rittergutsbesitzers und Rittmeisters a.D. Ludwig Krug und dessen Ehefrau Marie. Er besuchte eine Kadettenanstalt und trat am 22. März 1914 als Leutnant in das 2. Elsässische (Festungs-) Pionier-Bataillon Nr. 20 ein. Mit diesem Bataillon zog er Anfang August ins Feld. An der Westfront eingesetzt, wurde er am 22. August 1914 verwundet und in ein Hospital eingeliefert. Nach seiner Genesung wurde er am 1. November 1915 Adjutant im Minenwerfer-Bataillon 4. Am 15. Februar 1916 wurde er erneut verwundet und wieder in ein Lazarett überstellt. Ab dem 26. März 1916 diente er als Adjutant im Reserve-Pionier-Bataillon 24 und ab dem 1. Oktober 1916 Regiments-Adjutant beim Stab des Offiziers der Pioniere des XXIV. Reserve-Armeekorps. Anschließend wurde er als Adjutant beim Stab des Offiziers der Pioniere bei der k.u.k. 1. Armee und dann beim Garde-Reserve-Korps eingesetzt. Am 16. November 1918 wurde er dann Büro-Offizier im Kriegsministerium. Gleichzeitig war er Führer einer MG-Schutztruppe. Am 10. Juni 1919 wurde er zum Grenzschutz Ost überstellt und am 1. Januar 1920 Adjutant beim Reichswehr-Pionier-Bataillon 5. Am 1. Oktober 1920 folgte seine Versetzung in das Pionier-Bataillon 3, wo er erneut als Adjutant eingesetzt wurde. Am 12. Oktober 1920 heiratete er Elisabeth Krause. Ab dem 1. Oktober 1921 war er beim Pionier-Bataillon 6 eingesetzt, wo er als Zugführer, Hauptmann beim Stab und als Kompaniechef eingesetzt wurde. Am 1. Februar 1924 wurde er zum Oberleutnant und am 1. Januar 1929 zum Hauptmann befördert. Am 1. Oktober 1931 wurde er in den Stab des Pionier-Bataillons 4 versetzt und ab dem 1. Oktober 1934 im Stab der Kommandantur von Ulm eingesetzt. Ab dem 1. Oktober 1934 diente er als Lehrer an der Kriegsschule in München, wo er am 1. April 1935 zum Major befördert wurde. Am 1. Oktober 1936 übernahm Major Krug das Kommando über das Pionier-Bataillon 34 in Koblenz. Am 1. Januar 1938 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Mit seinem Bataillon war er zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in der Saarpfalz eingesetzt. Ab dem 10. Mai 1940 nahm er mit seinem Bataillon am Westfeldzug teil, gab aber bereits am 20. Mai1940 das Kommando über das Bataillon ab und wurde Pionier-Regiments-Kommandeur beim Stab des XXXIX. Armeekorps. Am 22. Juni 1940 wurde er dann Stabsoffizier im Stab des Generals der Pioniere der Heeresgruppe C, ab dem 1. September 1940 beim Stab des Generals der Pioniere beim OB West. Am 1. Dezember 1940 wurde er zum Oberst befördert und am 1. Januar 1941 zum Pionier-Regiments-Kommandeur beim Stab des I. Armeekorps ernannt. Ab dem 11. Oktober 1941 kommandierte er das Infanterie-Regiment 736, dem 15. Oktober 1942 das Grenadier-Regiment 736, in Frankreich. Im Juni 1944 war er mit der kurzzeitigen Führung der 716. Infanterie-Division betraut. Anschließend führte er die "Kampfgruppe Orne". In dieser Zeit wurde das Grenadier-Regiment 736 in der Normandie vernichtet. Am 10. Juni 1944 geriet er schwer verwundet in britische Gefangenschaft, in der er am 1. Juli 1944 zum Generalmajor befördert wurde. Am 21. Februar 1946 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen.

 

Literatur und Quellen:

http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor2/KRUG_LUDWIG.html

Bundesarchiv / Militärarchiv, Sig MSG 109/10848 Kas-Kus: Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945