Krüger, Walter
| * 27. Februar 1890, Straßburg
† 22. Mai 1945 (Freitod) |
Walter Krüger besuchte die Kadettenanstalten Karlsruhe und Berlin-Lichterfelde und kam 1908 als Leutnant zum 2. badischen Grenadier-Regiment 110, mit dem er in den Ersten Weltkrieg zog. Als Hauptmann und Bataillonskommandeur kehrte er aus dem Krieg zurück und kämpfte anschließend in einem Freikorps auf dem Baltikum. 1920 wurde er aus dem Wehrdienst entlassen und wechselte in die Landwirtschaft. 1935 ging er zur SS-Verfügungstruppe und wurde am 30. April 1935 zum SS-Obersturmbannführer befördert. Anschließend wurde er mit der Aufstellung des II. Bataillons der SS-Standarte "Germania" betraut. Dann wurde er Lehrer an der SS-Junkerschule Bad Tölz und stand dann in verschiedenen Kommandostellen der Verfügungstruppe zur Verfügung. Am 30. Januar 1939 zum SS-Standartenführer befördert, wurde er ab August 1939 Ia der SS-Polizei-Division, mit der er am Westfeldzug teilnahm. Von August 1940 bis September 1940 war er dann wieder Lehrer an der SS-Junkerschule Bad Tölz und ab Oktober wurde er im SS-Führungshauptamt in Berlin eingesetzt. Am 20. April 1941 wurde Walter Krüger zum SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS befördert. Vom 25. Mai bis zum 25. Juni 1941 führte er die 1. SS-Brigade (mot), ab dem 18. August 1941 war er dann Kommandeur der SS-Polizei-Division. Für die Erfolge der Division beim Vormarsch auf Leningrad wurde er am 13. Dezember 1941 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 16. Dezember 1941 wurde er dann zum Inspekteur der Infanterie im SS-Führungshauptamt ernannt und dort am 30. Januar 1942 zum SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS befördert. Am 3. April 1943 übernahm er das Kommando über die SS-Panzergrenadier-Division "Das Reich", die er im Raum Bjelgorod führte. Für die dortigen Erfolge wurde er am 31. August 1943 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Ende 194 wurde er dann Kommandierender General des IV. SS-Panzerkorps und vom 15. März bis zum 24. Juli 1944 Befehlshaber der Waffen-SS im Kommissariat "Ostland". Hier wurde er am 21. Juni 1944 zum SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS befördert. Am 25. Juli 1944 übernahm er als Kommandierender General das VI. Waffen-Armeekorps der SS im Nordabschnitt der Ostfront. Für die Abwehrerfolge des Korps Ende 1944 / Anfang 1945 wurde er am 11. Januar 1945 mit den Schwertern ausgezeichnet. Bei Kriegsende versuchte er mit einem Trupp Soldaten, sich nach Westen durchzuschlagen. Am 22. Mai 1945 wurde der Trupp in einem Wald von einer russischen Patroullie überrascht. Daraufhin erschoss sich Walter Krüger.
Ritterkreuz (13. Dezember 1941) Eichenlaub (31. August 1943) Schwerter (11. Januar 1945)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011