Krocker, Victor

 

* 14. August 1888, Frankfurt an der Oder

+ 12. August 1959, Bonn

 

 

Victor Krocker trat am 19. März 1908  als Leutnant in das 1. Westfälische Feldartillerie-Regiment Nr. 7 ein, in dem er als Batterie-Offizier eingesetzt wurde. Außerdem absolvierte er eine Flugzeugführer-Ausbildung. Am dem 2. August 1914 wurde er als Flugzeugführer bei der Feldflieger-Abteilung 28 und ab dem 5. Oktober 1906 bei der Flieger-Abteilung A 243 eingesetzt. Ab dem 18. März 1917 war er Lehrer an der Fliegerbeobachterschule Königsberg, wo er am 16. September 1917 zum Hauptmann befördert wurde. Vom 9. November 1917 bis zum 18. November 1918 war er zum Armeeflugpark 2 und anschließend bis zum 19. Dezember 1917 zur Flieger-Abteilung A 263 kommandiert. Vom 20. Dezember 1917 bis zum 18. Januar 1918 war er zur Flieger-Abteilung A 233 kommandiert. Vom 19. Januar 1918 an war er stellvertretender Führer der Flieger-Abteilung A 210 und ab dem 6. Februar 1918 Führer der Flieger-Abteilung A 211. Am 27. Oktober 1918 wurde er Kommandeur der Armee-Flieger-Abteilung 18. Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges wurde er am 21. Dezember 1918 dann Führer der Freiwilligen Flieger-Abteilung 423 im Freiwilligen-Jäger-Korps Märker. Von März bis Mai 1920 war er bei der Luftfahrt-Friedenskommission eingesetzt und kam am 1. Juni 1920 in den Stab des Wehrkreis-Kommandos VI. Ab dem 1. Oktober 1920 war er dann beim Stab der 6. Division eingesetzt. Ab dem 1. April 1923 war er Batterie-Chef im Artillerie-Regiment 6, bis er am 1. April 1926 in den Stab der reitenden Abteilung des Regiments versetzt wurde. Am 1. März 1928 folgte die Ernennung zum Artillerie-Offizier bei der Kommandantur Breslau, wo er am 1. November 1930 zum Major befördert wurde. Ab dem 1. April 1932 wurde er als Lehrer beim Offiziers-Ausbildungs-Kommando Braunschweig eingesetzt. Am 1. April 1934 trat Victor Krocker in die Luftwaffe über und war ab diesem Tag Fliegerhorst-Kommandant von Jüterbog-Waldlager, am 1. Mai 1934 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant. Am 1. März 1936 zum Oberst befördert, wurde Oberst Krocker am gleichen Tag Kommandeur der Luftzeuggruppe III in Berlin. Am 1. Januar 1939 zum Generalmajor befördert, wurde Krocker am gleichen Tag Offizier z.b.V. des RLM und Ob.d.L. und am 1. August 1939 Kommandeur des Luftwaffen-Übungsplatzes Malacky. Am 7. Oktober 1939 übernahm er das Kommando über den Luftzeugstab Ost. Zwischen dem 11. November bis zum 3. Dezember 1939 war er erneut kurzzeitig Offizier z.b.V. des RLM und Ob.d.L. und anschließend Flughafenbereichs-Kommandant Diemen und zugleich Fliegerhorst-Kommandant Jüterbog-Waldlager. Am 6. Dezember 1940 folgte die Versetzung als Kommandant des Luftwaffen-Schießplatzes Sandomiercz und am 24. Mai 1941 wurde er mit der Wahrung der Geschäfte des Wehrersatz-Inspekteur Leipzig betraut, zu dem er am 1. Dezember 1941 ernannt wurde. Gleichzeitig wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 2. Dezember 1944 in die Führerreserve versetzt, schied er am 28. Februar 1945 aus dem Militärdienst aus.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10848 Kas-Kus
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalleutnant/KROCKER_VICTOR.html
Absolon, Rudolf, (Bearb.): Rangliste der Generale der Deutschen Luftwaffe nach dem Stand vom 20. April 1945. Mit einer Stellenbesetzung der Kommandobehörden der Luftwaffe vom 1. März 1945, Dienstalterslisten der Sanitätsoffiziere usw. im Generalsrang sowie Kurzbiographien über den Reichsmarschall und die Generalfeldmarschälle. (Friedberg, Podzun-Pallas, 1984)
Deutschlands Generale und Admirale. Teil II. Hildebrand, Karl-Friedrich. Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935-1945. Die militärischen Werdegänge der Flieger-, Flakartillerie-, Fallschirmjäger-, Luftnachrichten- und Ingenieur-Offiziere einschließlich der Ärzte, Richter, Intendanten und Ministerialbeamten im Generalsrang. 3 Bände mit insgesamt 688 Lebensläufen. Osnabrück
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.