Kraus, Hans Werner

 

* 1. Juli 1915, Beulwitz / Saale

+ 25. Mai 1990, Wangen / Allgäu

 

 

Hans Werner Kraus trat am 8. April 1934 in die Reichsmarine ein und absolvierte die Infanterieausbildung bei der II. Abteilung der Schiff-Stamm-Abteilung der Ostsee in Stralsund. Am 15. Juni 1934 kam er zur Bordausbildung auf die SSS Gorch Fock, auf der er am 26. September 1944 zum Seekadetten befördert wurde. Am 27. September 1934 kam er zur weiteren Bordausbildung auf den leichten Kreuzer Karlsruhe. Ab dem 27. Juni 1935 absolvierte er die Lehrgänge für Fähnriche, u.a. den Hauptlehrgang für Fähnriche, den Infanterielehrgang und den Artillerielehrgang. Ab dem 29. September 1936 wurde er auf dem leichten Kreuzer Königsberg eingesetzt und hier am 1. Januar 1937 zum Oberfähnrich zur See befördert. Am 1. April 1937 folgte die Beförderung zum Leutnant zur See und am 1. April 1939 die Beförderung zum Oberleutnant zur See. Am 2. Oktober 1939 wurde Hans Werner Kraus zur U-Boot-Waffe versetzt und absolvierte die U-Boots-Ausbildung. Am 2. Januar 1940 kam er als I. WO auf U 47. Unter Kapitän Prien fuhr er fünf Feindfahrten. Am 10. November 1940 kam er dann zur Kommandantenausbildung zur 24. U-Flottille. Am 8. Februar 1941 wurde er Kommandant von U 83. Seine erste Feindfahrt als Kommandant fuhr er vom 26. Juli bis zum 9. September 1941. Auf dieser Fahrt wurden keine Erfolge erzielt. Die zweite Feindfahrt dauerte vom 28. September bis zum 31. Oktober 1941. Auf dieser Fahrt wurde ein Schiff mit 2.044 brt versenkt und ein Schiff mit 6.746 brt beschädigt. Während der dritten Feindfahrt vom 11. Dezember 1941 bis zum 30. Dezember 1941 brach Kraus mit U 83 durch die Meerenge von Gibraltar. Auf der vierten Feindfahrt vom 12. Februar bis zum 24. Februar 1942 wurden keine Erfolge erzielt. Auf der folgenden fünften Feindfahrt vom 10. März bis zum 21. März 1942 konnte ein Schiff mit 2.590 brt versenkt werden. Seine sechste Feindfahrt fuhr Hans Werner Kraus vom 24. März bis zum 30. Mai 1942, ohne dabei einen Erfolg zu erzielen. Auf der folgenden siebten Feindfahrt vom 4. Juni bis zum 20. Juni 1942 konnten mit dem Decksgeschütz vier Segler mit 587 brt versenkt werden. Für die Erfolge auf seinen Feindfahrten wurde Hans Werner Kraus am 19. Juni 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Auf der achten Feindfahrt vom 6. August bis zum 4. September 1942 wurde ein Schiff mit 5.875 brt versenkt. Nach dieser Feindfahrt gab Hans Werner Kraus am 21. September 1942 das Kommando über U 83 ab, um am 28. November 1942 U 199 in Dienst zu stellen. Am 13. Mai 1942 lief er mit dem Boot zur ersten Feindfahrt aus. Auf dieser Fahrt konnte er ein Schiff mit 4.161 brt versenken. Am 31. Juli 1943 wurde U 199 östlich von Rio de Janeiro von Flugzeugen versenkt. Hans Werner Kraus und 11 Mann seiner Besatzung wurden gerettet und gerieten aus Gefangenschaft. Am 22. Mai 1946 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen.

Auf neun Feindfahrten hatte Hans Werner Kraus drei Schiffe und vier Segler mit 12.667 brt versenkt und zwei Schiffe mit 9.336 brt beschädigt.

Ritterkreuz (19. Juni 1942)