Kraiß, Dietrich

 

* 16. November 1889, Stuttgart

+ 2. August 1944, St. Lo / Frankreich

 

Rudolf Kraiß wurde am 24. März 1909 im Infanterie-Regiment 126 zum Leutnant befördert und nahm als Kompanieführer am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende wurde er als Hauptmann in das Infanterie-Regiment 13 übernommen und fand anschließend hauptsächlich im Truppendienst Verwendung. Am 1. September 1934 wurde er zum Oberstleutnant befördert, am 1. März 1937 folgte die Beförderung zum Oberst. Am 10. November 1937 wurde er Kommandeur des Infanterie-Regiments 90, mit dem er am Polen- und Westfeldzug teilnahm. Am 1. Februar 1941 wurde er zum Generalmajor befördert und war ab dem 8. Juli 1941 Kommandeur der 168. Infanterie-Division. Am 28. Februar 1942 wurde ihm für persönliche Tapferkeit das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Für den Angriff der Division auf Woronesh im Sommer 1942 wurde er am 23. Juli 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 1. Oktober 1942 wurde er zum Generalleutnant befördert und am 14. Mai 1943 Kommandeur der 355. Infanterie-Division. Ab dem 6. November 1943 war er Kommandeur der 352. Infanterie-Division, die er ab Juni 1944 in der Normandie führte. Bei St. Lo verhinderte er sieben Wochen lang einen amerikanischen Ausbruch ins französische Hinterland. Bei den schweren Kämpfen wurde er am 2. August 1944 so schwer verwundet, dass er noch am gleichen Tag verstarb. Posthum wurde er am 11. August 1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.

 

Ritterkreuz (23. Juli 1942) Eichenlaub (11. August 1944) 

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011