Krahmer, Eckard

 

* 1. Juli 1892, Stettin

+ 26. Oktober 1978, Buenos Aires / Argentinien

 

 

Eckard Krahmer trat am 20. August 1910 als Fahnenjunker in das 1. Pommersche Feldartillerie-Regiment Nr. 2 ein, in dem er am 21. April 1911 zum Fähnrich und am 27. Januar 1912 zum Leutnant befördert wurde. Er diente i seinem Regiment als Batterie-Offizier und wurde als solcher am 2. August 1914 in die mobile Ersatz-Abteilung des Vorpommerschen Feldartillerie-Regiment Nr. 38 Am 2. November 1914 kam er dann als Batterie-Offizier in die Grenzschutz-Batterie des II. Armeekorps und am 28. Dezember 1914 als Abteilungs-Kommandeur und später als Regiments-Kommandeur in das Reserve-Feldartillerie-Regiment 67. Vom 17. März bis 19. April 1916 wurde er zur Flieger-Ausbildung zur Ersatz-Abteilung des Feldartillerie-Regiments Zossen kommandiert. Anschließend setzte er seine Fliegerausbildung bei der Fliegerersatz-Abteilung 5 und ab dem 1. Juli 1916 an der Artilleriebeobachter-Schule Jüterbog fort. Ab dem 23. Juli 1916 war er dann als Beobachter bei der Artillerieflieger-Abteilung 236 eingesetzt, bis er am 14. März 1917 als stellvertretender Bild-Offizier beim Kommandeur der Flieger 8 eingesetzt wurde. Hier folgte am 22. März 1917 seine Beförderung zum Oberleutnant. Ab dem 5. April 1918 war er beim Stab des Kommandeurs der Flieger 6 eingesetzt und zu diversen Frontfliegerverbänden kommandiert. Zwischen dem 23. April und dem 3. Mai 1918 war er zum Armeeflugpark 4 kommandiert und anschließend 1. Adjutant des Inspekteurs de Lichtbildwesens. Am 12. März 1919 folgte die Versetzung zum Fliegerhorst Jüterbog und am 21. Juli 1919 die Rückkehr in das 1. Pommersche Feldartillerie-Regiment Nr. 2. Zwischen dem 5. September 1919 und dem 3. Februar 1920 war er als Soldat bei der Fliegerstaffel der Polizei Berlin als Flugzeugführer eingesetzt. Nach seiner Rückkehr zu seinem Regiment in dessen Abwicklungsstelle versetzt, schied Eckard Krahmer am 10. August 1920 aus dem Militärdienst aus.

Ab dem 1. Juli 1933 war Eckard Krahmer als Hauptmann (E) und E-Offizier* als Referent im Reichswehr-Ministerium, ab dem 1. Mai 1934 beim Reichsluftfahrtministerium tätig. Am 1. Mai 1934 trat er in die Luftwaffe ein und wurde am 1. Juli 1934 zum Major befördert. Ab dem 1. Juli 1935 war er Staffelkapitän der Fliegerstaffel Prenzlau und ab dem 1. Februar 1936 Kommandeur der Fliegergruppe Prenzlau. Am 1. Oktober 1936 zum Oberstleutnant befördert, wurde er am gleichen Tag Ia im Stab des Luftkreis-Kommandos Berlin. Am 1. April 1937 wurde er in den Generalstab der Luftaffe versetzt. Vom 1. April 1937 bis zum 30. September 1937 besuchte er die Wehrmacht-Kriegsakademie und war anschließend Chef des Stabes des Luftgau-Kommandos VII. Am 1. Januar 1939 zum Oberst befördert, war er vom 11. März 1939 bis zum 20. August 1939 Lehrer und Lehrgangsleiter an der Luftkriegsakademie in Berlin-Gatow. Am 21. August 1939 kam er als Luftwaffen-Attaché nach Madrid und am 1. Juli 1941 nach Lissabon. Hier wurde er am 1. Oktober 1941 zum Generalmajor befördert. Ab dem 1. April 1942 war er dann Luftwaffen- und Wehrmacht-Attaché in Madrid. Am 1. Oktober 1943 zum Generalleutnant befördert, war er 1944 u.a. für den Transport von geraubten Kunstgütern aus Frankreich nach Spanien zuständig. Bei Kriegsende schied er aus dem Militärdienst aus.


*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10848 Kas-Kus
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalleutnant/KRAHMER_ECKARD.html
Absolon, Rudolf, (Bearb.): Rangliste der Generale der Deutschen Luftwaffe nach dem Stand vom 20. April 1945. Mit einer Stellenbesetzung der Kommandobehörden der Luftwaffe vom 1. März 1945, Dienstalterslisten der Sanitätsoffiziere usw. im Generalsrang sowie Kurzbiographien über den Reichsmarschall und die Generalfeldmarschälle. (Friedberg, Podzun-Pallas, 1984)
Deutschlands Generale und Admirale. Teil II. Hildebrand, Karl-Friedrich. Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935-1945. Die militärischen Werdegänge der Flieger-, Flakartillerie-, Fallschirmjäger-, Luftnachrichten- und Ingenieur-Offiziere einschließlich der Ärzte, Richter, Intendanten und Ministerialbeamten im Generalsrang. 3 Bände mit insgesamt 688 Lebensläufen. Osnabrück