Kraemer, Oskar

 

* 5. Oktober 1889, St. Wendel

+ 11. Mai 1945, Rattaj, Tschechei

 

 

Oskar Kraemer trat am 14. Oktober 1910 als Soldat in das Kaiser-Alexander-Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 ein. Am 23. September 1912 wurde er zur Reserve entlassen. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er in das 3. Lothringische Infanterie-Regiment Nr. 135 eingezogen, mit dem er an der Westfront kämpfte. Am 21. September 1914 wurde er zum Gefreiten, am 29. April 1915 zum Unteroffizier und am 22. Februar 1918 zum Sergeant befördert. Am 14. Juni 1918 wurde er zum Armeeflugpark 18 kommandiert. Am 27. November 1918 geriet er in französische Gefangenschaft, aus der er am 30. August 1919 entlassen wurde. Nach Rückkehr nach Deutschland wurde er dem 3. Lothringischen Infanterie-Regiment Nr. 135 zugeteilt und am 2. Oktober 1919 aus dem Armeedienst entlassen. Am 11. Oktober 1919 trat Oskar Kraemer in die Schutzpolizei Berlin ein. Am 23. Dezember 1919 wurde er zum Polizei-Wachtmeister, am 1. Juni 1920 zum Polizei-Oberwachtmeister und am 1. April 1923 zum Polizei-Hauptwachtmeister befördert. Am 1. Oktober 1924 zum Polizei-Leutnant befördert, wurde er am gleichen Tag zum Bereitschafts-Offizier ernannt. Ab dem 1. April 1927 war er Leiter des Innendienstes beim Polizei-Inspektions-Kommando Berlin-Linden. Am 25. Oktober 1927 wurde er dann Hilfsarbeiter bei der Polizei-Inspektion Berlin-Reinickendorf und Charlottenburg. Am 1. Mai 1928 zum Polizei-Oberleutnant befördert, wurde er am 27. Februar 1929 Lehrer, Bereitschafts-Offizier und Zugführer beim Schutzpolizei-Gruppenkommando Berlin-Mitte. Am 27. Februar 1933 kam er als Hundertschaftsführer in die Polizei-Abteilung Wecke z.b.V. (ab dem 1. Juni 1933 Polizei-Gruppe Wecke z.b.V. und ab dem 17. Juli 1933 Landespolizeigruppe Wecke z.b.V.), wo er am 1. April 1933 zum Polizei-Hauptmann befördert wurde. Am 1. Oktober 1935 wurde er als Chef einer Batterie und als Hauptmann in das Luftwaffen-Regiment "General Göring" übernommen. Ab dem 26. Februar 1937 war er stellvertretender Flakabteilungs-Kommandeur im Regiment "General Göring". Zusammen mit seiner Beförderung zum Major am 1. Oktober 1937 wurde er Kommandeur der II. Abteilung des Flak-Regiments 11 in Brüsterort. Am 1. Juli 1938 übernahm er dann das Kommando über die I. Abteilung des Flak-Regiments 35 und am 1. Oktober 1938 der leichten Flak-Abteilung 85. Am 1. Juni 1940 zum Oberstleutnant befördert, wurde er am gleichen Tag Kommandeur des Flak-Regiments 22, das in Berlin eingesetzt war. Am 1. April 1942 folgte die Beförderung zum Oberst und die Ernennung zum Kommandeur der Flak-Brigade XV. Ab dem 10. September 1944 kommandierte Kraemer die 11. Flak-Division. Am 20. April 1945 noch zum Generalmajor befördert, wurde er bei Kriegsende bei Rattaj in der Tschechei getötet.

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10848 Kas-Kus
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/KRAEMER_OSKAR.html
Absolon, Rudolf, (Bearb.): Rangliste der Generale der Deutschen Luftwaffe nach dem Stand vom 20. April 1945. Mit einer Stellenbesetzung der Kommandobehörden der Luftwaffe vom 1. März 1945, Dienstalterslisten der Sanitätsoffiziere usw. im Generalsrang sowie Kurzbiographien über den Reichsmarschall und die Generalfeldmarschälle. (Friedberg, Podzun-Pallas, 1984)
Deutschlands Generale und Admirale. Teil II. Hildebrand, Karl-Friedrich. Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935-1945. Die militärischen Werdegänge der Flieger-, Flakartillerie-, Fallschirmjäger-, Luftnachrichten- und Ingenieur-Offiziere einschließlich der Ärzte, Richter, Intendanten und Ministerialbeamten im Generalsrang. 3 Bände mit insgesamt 688 Lebensläufen. Osnabrück