Kollberg, Botho

 

* 11. Juli 1898, Neuhäuser / Ostpreußen

+ 21. Januar 1944, Gatschina / Rußland

 

Botho Kollberg trat 1915 als Fahnenjunker in das ostpreußische Infanterie-Regiment 150 ein, wo er 1916 zum Leutnant befördert wurde. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Zug- und Kompanieführer teil. Am 31. Dezember 1920 wurde er als Oberleutnant aus der Armee verabschiedet und im Zivilleben Bankdirektor. Am 15. Juli 1934 trat er dann als Hauptmann wieder in das Heer ein, wo er Kompaniechef im Infanterie-Regiment 2 wurde. Am 18. Januar 1940 wurde er Kommandeur des I. Bataillons, das er während des Westfeldzuges führte. Ab Juni 1941 kämpfte er mit seinem Bataillon in Rußland. Am 11. Januar 1942 wurde er wegen persönlicher Tapferkeit mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 1. Februar 1942 zum Oberstleutnant befördert, wurde er am 10. Mai 1942 Kommandeur des Infanterie-Regiments 23, mit dem er im Sommer 1942 am Wolchow vier Wochen lang erfolgreich den Wolchow-Brückenkopf Kirischi verteidigte. Dafür wurde er am 6. September 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und am 1. November 1942 zum Oberst befördert. Während der russischen Offensive zum Entsatz von Leningrad ist Botho Kollberg am 24. Januar 1944 bei Bol-Russlawa gefallen. Posthum wurde er am 8. Februar 1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet und  zum Generalmajor befördert.

 

Ritterkreuz (9. September 1942) Eichenlaub (8. Februar 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011