Kolb, Alexander
| * 12. Mai 1891, Mainz + 4. April 1963, Darmstadt |
Alexander Kolb trat am 14. Februar 1909 als Fahnenjunker in das
Fußartillerie-Regiment General-Feldzeugmeister (Brandenburgisches) Nr. 3 ein, in
dem er am 18. Oktober 1909 zum Fähnrich und am 18. Juni 1910 zum Leutnant
befördert wurde. In seinem Regiment wurde er als Kompanie-Offizier eingesetzt.
In der Zeit zwischen August 1909 und Mai 1910 war er zur Kriegsschule Kassel
kommandiert. Am 2. August 1914 wurde er Adjutant des Generals der Fußartillerie
der Festung Mainz und am 20. November 1914 Batterieführer im
Fußartillerie-Regiment General-Feldzeugmeister (Brandenburgisches) Nr. 3. Ab dem
15. Januar 1915 war er Batteriechef im Reserve-Fußartillerie-Regiment 18, wo er
am 25. Februar 1915 zum Oberleutnant und am 18. Oktober 1917 zum Hauptmann
befördert wurde. Ab dem 5. August 1918 war er dann Kommandeur des
Fußartillerie-Bataillons 32, bevor er am 17. Dezember 1918 in den Stab des
Fußartillerie-Regiments General-Feldzeugmeister (Brandenburgisches) Nr. 3
versetzt wurde. Vom 1. Mai bis 30. Oktober 1919 war er zur Offizier-Reitschule
Hannover kommandiert. Anschließend diente er in der Abwicklungsstelle des
Fußartillerie-Regiments General-Feldzeugmeister (Brandenburgisches) Nr. 3, bis
er am 19. Januar 1919 aus dem Militärdienst entlassen wurde.
Nach einer kurzen Verwendung beim Kreisrat für Einwohnerwehren trat er am 25.
Mai 1920 als Polizei-Hauptmann und Hundertschaftführer in die hessische
Schutzpolizei ein. 1930 wurde er dann Lehrer an der Landespolizeischule
Darmstadt und 1931 Kommandeur der Landespolizei-Abteilung Worms. Am 1. April
1931 folgte die Beförderung zum Polizei-Major und am 1. April 1935 zum
Polizei-Oberstleutnant. Am 1. Oktober 1935 wurde er dann als Oberstleutnant in
die Luftwaffe übernommen und Abteilungs-Kommandeur im Flak-Regiment 10, wo er am
1. März 1936 zum Oberst befördert wurde. Am 1. April 1936 wurde er als
Abteilungs-Kommandeur in das Flak-Regiment 25 versetzt und am 1. Oktober 1937
Kommandeur des Flak-Regiments 13. Am 1. April 1938 wurde er mit der Wahrung der
Geschäfte des Höheren Kommandeur der Flakartillerie beauftragt und am 1. Juli
1938 Kommandeur des Luftverteidigungskommandos 2 in Stettin. Am 1. Januar 1939
folgte die Beförderung zum Generalmajor. Ab dem 1. Juli 1939 war er mit der
Aufstellung des Luftverteidigungs-Kommandos 6 betraut, dessen Kommandeur er am
1. August 1939 wurde. Ab dem 1. Februar 1940 war er Kommandeur der
Flakartillerie im Luftgau XI und ab dem 4. Juni 1940 Kommandeur des
Luftverteidigungs-Kommandos 8. Am 1. November 1940 wurde er dann zum
Generalleutnant befördert und am 1. Juli 1941 Offizier z.b.V. des RLM und
Oberbefehlshabers der Luftwaffe. Am 31. Mai 1943 wurde er schließlich aus dem
Militärdienst verabschiedet..
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur
MSG 109
Absolon, Rudolf, (Bearb.), Rangliste der Generale der Deutschen Luftwaffe nach
dem Stand vom 20. April 1945. Mit einer Stellenbesetzung der Kommandobehörden
der Luftwaffe vom 1. März 1945, Dienstalterslisten der Sanitätsoffiziere usw. im
Generalsrang sowie Kurzbiographien über den Reichsmarschall und die
Generalfeldmarschälle. (Friedberg, Podzun-Pallas, 1984)
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945, Band 3: O-Z,
Biblio Verlag, Osnabrück 1993