Kohlbach, Wilhelm

 

* 7. Mai 1896, Konitz in Westpreußen

+ 11. Februar 1947, Shugborough Park, Great Haywood

 

 

Wilhelm Kohlbach trat am 10. August 1914 als Fähnrich in das Grenadier-Regiment König Wilhelm I (2. Westpreußisches) Nr. 7 ein. Am 2. Oktober 1914 zum Leutnant der Reserve befördert, wurde er in seinem Regiment als Zugführer eingesetzt. Am 15. Februar 1916 wurde er als Zugführer in das Infanterie-Regiment 345 versetzt und dort ab dem 23. Februar 1916 als Kompanieführer eingesetzt. Von Juni bis September 1916 absolvierte er eine Flugzeugbeobachter-Ausbildung bei der Fliegerersatz-Abteilung 1 in Altenburg sowie auf einem Beobachter-Kursus in Großenhain. Anschließend diente er als Beobachter bei der Feldflieger-Abteilung 4 und ab dem 30. Dezember 1916 bei der Flieger-Abteilung A 255. Von Juni bis Oktober 1917 wurde Wilhelm Kohlbach dann bei der Fliegerersatz-Abteilung 2 zum Flugzeugführer ausgebildet. Es folgten ein Lehrgang an der Fliegerbeobachterschule Jüterbog und an der Jagdstaffelschule 1, in deren Anschluss er ab dem 2. Februar 1918 als Flugzeugführer bei der Jagdstaffel 50 eingesetzt wurde. Am 11. August 1918 wurde er in die Jagdstaffel 10 versetzt. Am 5. Dezember 1918 kam er schließlich zur Fliegerersatz-Abteilung 3 und am 10. Januar 1919 in das Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 7. Von Juni 1919 bis zum 31. Januar 1920 schloss er sich dem Freiwilligen Landjäger-Korps des General Maerkers an und schied dann aus dem Militärdienst aus.
Am 16. August 1933 wurde er Direktor der Luftverkehrs-Gesellschaft Ruhrgebiet AG in Essen und gleichzeitig Leiter der Hauptübungsstelle Essen des Deutschen Luftsportverbandes. Am 1. Juli 1934 trat er als Hauptmann in die Luftwaffe ein, wo er ins Reichsluftfahrt-Ministerium versetzt wurde. Ab dem 20. April 1935 war er stellvertretender Staffelkapitän im Kampfgeschwader 1 "Hindenburg", wo er am 1. August 1935 zum Major befördert wurde. Ab dem 1. Juli 1936 war er dann Führer der Ausbildungs-Kompanie des Fliegerhorstes Jever und ab dem 15. Oktober 1936 Kompaniechef der Stabs-Kompanie der II. Gruppe beim Kampfgeschwader 157 "Boelcke". Am 1. März 1937 übernahm er das Kommando über eine Staffel im Kampfgeschwader 157, bis er am 1. Februar 1938 als Lehrgangsleiter II an die Kampffliegerschule-Schule Tutow versetzt wurde. Bereits am 1. Januar 1938 war er zum Oberstleutnant befördert wurde. Am 20. August 1939 wurde er dann Kommandeur der II. Gruppe des Kampfgeschwaders 53 "Legion Condor". Am 25. Juli 1940 gab er das Kommando ab und wurde Kommandeur des Flieger-Ausbildungs-Regiments 41, später Feld-Ausbildungs-Regiment 31 und Kommandant des Fliegerhorstes Frankfurt an der Oder. Am 1. September 1940 wurde er zum Oberst befördert und vom 1. Mai bis 21. September 1943 in die Geschäfte als Nachtjagdraumführer beim XII. Fliegerkorps eingeführt. Anschließend wurde er in die Führerreserve versetzt und am 1. November 1943 zum Kommandeur des Wehrbezirkskommandos Gelsenkirchen ernannt. Am 1. März 1944 zum Generalmajor befördert, folgte am 25. März 1945 die endgültige Versetzung in die Führerreserve. Am 9. April 1945 geriet er in britische Gefangenschaft, in der er am 11. Februar 1947 verstarb.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Absolon, Rudolf, (Bearb.), Rangliste der Generale der Deutschen Luftwaffe nach dem Stand vom 20. April 1945. Mit einer Stellenbesetzung der Kommandobehörden der Luftwaffe vom 1. März 1945, Dienstalterslisten der Sanitätsoffiziere usw. im Generalsrang sowie Kurzbiographien über den Reichsmarschall und die Generalfeldmarschälle. (Friedberg, Podzun-Pallas, 1984)
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945, Band 3: O-Z, Biblio Verlag, Osnabrück 1993