König, Alfons

 

* 29. Dezember 1898, München

+ 8. Juli 1944, Rogatschew (gefallen)

Alfons König war im Ersten Weltkrieg Kriegsfreiwilliger im bayerischen Gebirgs-Infanterie-Bataillon und schied 1928 aus der Armee aus. 1937 wurde er als Leutnant der Reserve reaktiviert und 1939 Chef der 6. Kompanie im Infanterie-Regiment 199. Diese Kompanie führte er im Polen- und Westfeldzug. Bei der Abwehr eines starken Panzerangriffes auf den Brückenkopfes zeichnete er sich mit seinen Männern besonders aus, wofür ihm am 21. Dezember 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen wurde. Bei Beginn des Russlandfeldzug war König Hauptmann und Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 217. Bei der Räumung der Stadt Woronesh im Winter 1942 trug er mit seinem Bataillon zum Scheitern der russischen Umklammerungsversuche bei. Der Hauptteil der deutschen Truppen konnte so die deutschen Linien erreichen, wofür König am 21. Februar 1943 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Ende 1943 wurde er zum Oberstleutnant befördert und im November 1943 zum Kommandeur des Grenadier-Regiments 199 ernannt. Am 9. Juni 1944 erhielt er für seine Leistungen bei den Abwehr- und Rückzugskämpfen 1943/44 am mittleren Dnjepr und im Februar 1944 im Kessel von Tscherkassy als Oberstleutnant die Schwerter verliehen. Oberstleutnant König ist bei den Kämpfen im Kessel von Bobruisk am 8. Juli 1944 gefallen. Nachträglich wurde er zum Oberst befördert.

 

Ritterkreuz (21. Dezember 1940) Eichenlaub (21. Februar 1943) Schwerter (9. Juni 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011