Koehler, Fritz

 

* 14. November 1897, Derby / England

+ 20. Februar 1949, Ulm-Söflingen

 

 

Fritz Koehler trat am 14. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in das Ulanen-Regiment König Karl (1. Württembergisches) Nr. 19 ein. Am 10. Dezember 1914 wurde er in das Reserve-Infanterie-Regiment 119 versetzt, in dem er am 12. März 1915 zum Gefreiten, am 8. Mai 1915 zum Unteroffizier, am 11. Mai 1915 zum Vizefeldwebel und am 9. August 1915 zum Leutnant der Reserve befördert wurde und in dem er als Gruppen- und Zugführer eingesetzt wurde. Vom 24. April bis zum 15. August 1916 absolvierte er eine Flugzeugbeobachter-Ausbildung beim Armeeflugpark Garde um im Anschluss als Beobachter bei der Flieger-Abteilung 48 eingesetzt zu werden. Vom 2. August bis zum 30. Dezember 1917 schloss sich seine Flugzeugführer-Ausbildung bei der Fliegerersatz-Abteilung 10 an, in deren Anschluss er zum Armeeflugpark 11 kommandiert wurde. Ab dem 13. Februar 1918 diente er dann als Flugzeugführer zuerst in der Jagdstaffel 25, dann in der Jagdstaffel 38. Am 17. September 1918 wurde er zur Flugleitung der Fliegerersatz-Abteilung 11 versetzt und am 30. Oktober 1918 Flugzeugführer bei der Kampfeinsitzer-Staffel 9. Nach Kriegsende schied er aus dem Militärdienst aus und wechselte in das Freikorps Haas über, wo er als Ordonnanz-Offizier diente. Am 30. April 1919 folgte seine Versetzung als Flugzeugführer zur Truppenfliegerstaffel 21b und ab dem 1. Oktober 1919 sein Einsatz als Ausbildungs-Offizier bei der Freiwilligen-Einheit Wurzbach. Am 1. März 1920 wurde er mit dem Charakter als Oberleutnant der Reserve verabschiedet.
Am 1. April 1935 trat er als Hauptmann in die Luftwaffe ein und absolvierte einen Infanterie-Lehrgang für reaktivierte Offiziere in Königsbrück. Hier wurde er am  Am 1. Juni 1935 wurde er dann Beobachter bei der Aufklärungsgruppe 114 und am 1. Oktober 1936 Staffelkapitän in dieser Einheit. Am 1. August 1937 zum Major befördert, wurde er am 1. April 1938 Adjutant beim Stab der 3. Flieger-Division. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 wurde er in den Stab des Generals z.b.V. der Luftflotte 4 versetzt und am 4. November 1939 Adjutant und Gruppenleiter II beim Luftgau-Kommando XI in Hamburg. Am 20. März 1941 übernahm er das Kommando über die Aufklärungsgruppe 122 und am 1. April 1941 die Beförderung zum Oberstleutnant. Für den Einsatz seiner Aufklärungsgruppe wurde Fritz Koehler am 4. November 1941 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 1. September 1942 zum Oberst befördert, wurde Koehler am 12. September 1942 Abteilungsleiter im Luftwaffen-Personalamt des Reichsluftfahrt-Ministeriums. Ab dem 15. März 1943 war er dann Amtsgruppenchef im Luftwaffen-Personalamt und am 1. August 1944 folgte die Beförderung zum Generalmajor. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er im März 1947 entlassen wurde.

Ritterkreuz (4. November 1941)

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945, Band 3: O-Z, Biblio Verlag, Osnabrück 1993