Knüppel, Wilhelm

 

* 12. November 1902, Succow an der Ihne

† 26. September 1968, Koblenz

 

 

Wilhelm Knüppel war der Sohn des Pastors und späteren Schulrates Friedrich Knüppel und dessen Ehefrau Marie. Er trat am 1. April 1922 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment 8 ein. Am 1. Oktober 1924 wurde er hier zum Fähnrich, am 1. September 1925 zum Oberfähnrich und am 1. Dezember 1925 zum Leutnant befördert. Am 1. August 1928 folgte seine Beförderung zum Oberleutnant. Im Frühjahr 1934 bestand er die Wehrkreisprüfung, die die Grundvoraussetzung für die Ausbildung zum Generalstabsoffizier und für jeden Reichswehr-Offizier obligatorisch war. Am 1. September 1934 wurde er zum Hauptmann befördert. Zwischen dem 1. Oktober 1934 und dem 30. September 1936 besuchte er die Kriegsakademie. Im Anschluß daran wurde er zum Stab der Grenz-Kommandantur Küstrin kommandiert. Am 27. November 1937 heiratete er Ursula Thon. Aus der Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor. Im März 1938 folgte seine Versetzung in den Stab der Grenz-Kommandantur Küstrin Am 1. November 1938 wurde er Chef der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 107. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges folgte seine Versetzung als Ia in den Stab der 246. Infanterie-Division. Am 1. April 1940 zum Major befördert, wurde er im gleichen Monat als Ia in den Generalstab des XXXXIII. Armeekorps versetzt. Mit diesem nahm er am Westfeldzug teil und kämpfte ab Juni 1941 in Rußland, wo er am 1. März 1942 zum Oberstleutnant befördert wurde. Im November 1942 wurde er zum Führer des Grenadier-Regiments 483 bei Spass-Demensk ernannt. Am 1. Januar 1943 zum Oberst befördert, war er zwischen Januar und Dezember 1943 Leiter des deutschen Verbindungsstabes bei der spanischen Blauen Division.  Im Zuge der Rückführung der Blauen Division Ende 1943 gelangte Wilhelm Knüppel nach Madrid, wo er bis Januar 1944 blieb. Anschließend wurde er Chef des Stabes des XXXVIII. Armeekorps im Norden der Ostfront. Ab dem 28. Januar 1945 fungierte er als Chef des Generalstabes der 4. Panzerarmee. Am 1. Mai 1945 noch zum Generalmajor befördert, geriet er bei Kriegsende in Gefangenschaft, aus der er am 31. März 1948 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Bundesarchiv / Militärarchiv: MSg 109/10848: Ottomar Krug: Deutsche Generale 1918 - 1945