Klingbeil, Erich

 

* 28. Februar 1877, Anklam in Pommern

† 8. August 1953, Bad Lauterbach

 

 

Erich Klingbeil war der Sohn des Stadtrates Theodor Klingbeil und dessen Ehefrau Antonie. Im Herbst 1895 trat er als Fahnenjunker in das Samländische (Festungs-) Pionier-Bataillon Nr. 18 ein. Am 20. Mai 1896 wurde er zum Fähnrich und am 17. April 1897 zum Leutnant befördert. Am 1. Oktober wurde er an die Artillerie- und Ingenieurschule kommandiert und ab dem 27. Januar 1910 diente er im Pommerschen Pionier-Bataillon Nr. 2. Er wurde als Bataillons-Adjutant eingesetzt und am 10. April 1906 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1907 folgte seine Versetzung in das neu aufgestellte 2. Westpreußische Pionier-Bataillon Nr. 23. Am 17. September 1909 wurde er in die 4. Ingenieur-Inspektion versetzt und gleichzeitig als Adjutant beim Kommando der Pioniere XVII verwandt. Am 27. Oktober 1910 heiratete Erich Klingbeil Elly Brune. Ab dem 27. Januar 1911 diente er dann als Adjutant in der 4. Ingenieur-Inspektion, wo er am 1. Oktober 1912 zum Hauptmann befördert wurde. Ab dem 19. November 1912 fungierte er als Kompaniechef im Pommerschen Pionier-Bataillon Nr. 2. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er im August 1914 in das neu aufgestellte Pionier-Bataillon Nr. 114 versetzt, in dem er als Kompaniechef und später als Bataillons-Kommandeur eingesetzt war. Zu Kriegsende kehrte Erich Klingbeil am 19. Dezember 1918 in das Pommersche Pionier-Bataillon Nr. 2 zurück. Am 1. Oktober 1919 wurde er in die vorläufige Reichswehr übernommen und in den Stab des Pionier-Bataillons 2 versetzt, wo er am 18. Mai 1920 zum Major befördert wurde. Am 1. Oktober 1920 wurde er Pionier-Offizier im Stab der 2. Division und am 1. August 1922 Pionier-Offizier im Stab der Kommandantur von Wilhelmshaven. Am 1. Oktober 1924 übernahm er das Kommando über das Pionier-Bataillon 4. Am 1. Februar 1926 zum Oberstleutnant befördert, folgte am 1. Februar 1927 seine Ernennung zum Pionier-Offizier im Stab der 1. Division. Am 1. Oktober 1929 folgte hier seine Beförderung zum Oberst. Am 1. Oktober 1931 wurde Erich Klingbeil mit dem Charakter als Generalmajor aus dem Militärdienst verabschiedet.
Bereits am 1. Oktober 1933 trat er als Major wieder in die Reichswehr ein und wurde im Stab der Wehr-Ersatz-Inspektion Königsberg eingesetzt, bis er am 30. September 1937 erneut verabschiedet wurde.
Bei Beginn der deutschen Mobilmachung am 26. August 1939 wurde Erich Klingbeil reaktiviert und zum Inspekteur der Bautruppen im OKH ernannt. Am 1. Dezember 1940 wurde er zum Generalmajor und am 1. April 1942 zum Generalleutnant befördert. Am 1. April 1943 in die Führerreserve versetzt, wurde am 31. Mai 1943 die Mobilmachungsbestimmung aufgehoben, am 31. August 1943 folgte die Aufhebung der z.V.-Stellung.

 

Literatur und Quellen:
Dermot Bradley, Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849–1945 Band 2: H–O (Habicht bis Orth) Biblio Verlag, Osnabrück 1989