Klepp, Ernst

 

* 24. Dezember 1889, Preßburg

+ 18. August 1958, Graz

 

 

Ernst Klepp besuchte die Theresianische Militär-Akademie und trat am 18. August 1910 als Leutnant in das k.u.k. Infanterie-Regiment "Erzherzog Joseph" Nr. 37 ein, in dem er am 1. August 1914 zum Oberleutnant befördert wurde. Mit seinem Regiment zog er in den Ersten Weltkrieg, in dem er als Zugführer und Kompanieführer eingesetzt war. Am 1. Mai 1917 folgte seine Beförderung zum Hauptmann. 1919 wurde er Offizier im Liquidationsdienst bei verschiedenen Ersatzstellen. Anschließend diente er im Grenzschutzkommando Südsteiermark und wurde Leiter des Heimkehrer-Referates beim Landesbefehlshaber Steiermark. 1920 wurde er Verwaltungs-Offizier bei der Heeresverwaltung der Heimkehrergruppe beim Landesbefehlshaber Steuermark. Am 1. April 1920 wurde er Gruppenleiter für Organisation bei der Heeres-Verwaltungsstelle Graz. Hier erfolgte am 1. Januar 1921 zum Major befördert. Am 1. Juli 1923 wurde er in das Alpenjäger-Regiment 10 versetzt. Am 25. Oktober 1924 promovierte er zum Dr. jur. Am 3. März 1925 wurde er zum Brigade-Kommando 5 kommandiert, am 6. Juni 1925 folgte die Kommandierung zum Infanterie-Regiment 5 und am 1. Februar 1926 die Versetzung zum Alpenjäger-Regiment 10. Am 1. April 1928 kehrte er in das Brigade-Kommando 5 zurück und am 1. Oktober 1928 wurde er dem Heeres-Verwaltungs-Stab Graz zugeteilt. Am 10. Februar 1931 zum Oberstleutnant befördert, folgte am 1. August 1931 seine Ernennung zum Direktor des Heeres-Verwaltungs-Stabes Graz. Am 15. Oktober 1933 wurde er erneut in das Brigade-Kommando 5 versetzt, wo am 16. Mai 1934 seine Beförderung zum Oberst erfolgte. Ab dem 15. Februar 1935 war er Stabschef beim Militär-Kommando Klagenfurt. Ab dem 1. August 1935 fungierte er als Generalstabschef bei der 7. Division und am 1. Dezember 1935 folgte seine Versetzung in das Bundesministerium für Landesverteidigung, wo er der Operationsabteilung zugeteilt wurde. Am 1. Oktober 1936 wurde er Generalstabschef der 3. Division. Am 13. März 1938 wurde er als Oberst in das Reichsheer übernommen und am 1. April 1938 in den Stab der 45. Infanterie-Division versetzt. Ab dem 10. November 1938 diente er im Stab des Infanterie-Regiments 30. Bei Beginn der deutschen Mobilmachung vor dem Polenfeldzug am 26. August 1939 wurde er in die Führerreserve versetzt und am 20. August 1940 Kommandeur des Infanterie-Regiments 526. Ab Juni 1941 nahm er mit seinem Regiment am Rußlandfeldzug teil. Am 30. Oktober 1941 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 1. April 1942 wurde er erneut in die Führerreserve versetzt, zum Generalmajor befördert und mit der Aufstellung der 370. Infanterie-Division beauftragt. Am 13. September 1942 erfolgte seine erneute Versetzung in die Führerreserve und im Juli 1943 die Ernennung zum Kommandeur der Festungs-Brigade Kreta. Am 20. November 1943 übernahm er das Kommando über die 4. Feld-Division (L), die er bis zum 24. Januar 1944 kommandierte. Am 15. März 1944 wurde er Kommandeur der 133. Festungs-Division und am 1. April 1944 zum Generalleutnant befördert. Ab dem 15. Januar 1945 kommandierte er die 702. Infanterie-Division. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv Freiburg, Sig. MSg 109/10848