Kirschner, Ludwig

 

* 12. Juni 1904, Bayreuth

+ 11. Februar 1945, Saybusch / Polen (gef.)

 

Ludwig Kirschner trat am 1. Mai 1925 als Offiziersanwärter in die Bayerische Landespolizei ein. Am 16. Dezember 1926 wurde er dort zum Leutnant befördert. Am 1. Oktober 1935 wurde er als Oberleutnant in die Wehrmacht übernommen. Am 10. November 1938 wurde er zum Chef der 2. Kompanie vom Infanterie-Regiment 104 ernannt. Mit der Kompanie nahm er am Westfeldzug teil. Ende 1940 wurde er Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 436, das er im Rußlandfeldzug führte. Am 1. August 1941 wurde er zum Major befördert. Für mehrfach bewiesene Tapferkeit wurde er am 18. Januar 1942 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 1. Mai 1942 wurde er zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 72 ernannt. Im Raum Feodosia zeichnete er sich mit seinem Bataillon besonders aus. Nach der Verlegung in den Waldkaukasus zeichnete sich das Bataillon hier erneut besonders aus, wofür Oberstleutnant Kirschner am 28. Oktober 1942 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Am 1. Mai 1943 wurde er dann zum Oberst befördert. Am 30. November 1943 wurde er Kommandeur der Bataillonsführerschule in Antwerpen. Am 30. Januar 1945 zum Generalmajor befördert, wurde er am gleichen Tag noch Kommandeur der 320. Volks-Grenadier-Division. An deren Spitze ist er am 11. Februar 1945 gefallen.

 

Ritterkreuz (18. Januar 1942) Eichenlaub (28. Oktober 1942)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011