Kennel, Karl
| * 17. Januar 1914, Pirmasens / Saarpfalz
+ 1. Juli 1999, |
Karl Kennel war Angehöriger der Landespolizei Ludwigshafen und trat am 8. Mai 1935 in die Luftwaffe ein. Nach seiner Flugzeugführerausbildung kam er im Mai 1938 als Unteroffizier zum Jagdgeschwader "Schlageter" und wechselte im Dezember 1938 zur I. / Zerstörergeschwader 26. Anfang 1940 kam er zur II. / Zerstörergeschwader 2, mit dem er am Westfeldzug teilnahm. Über Dünkirchen errang er seinen ersten Luftsieg und flog ab August 1940 Einsätze gegen England. Im Frühjahr 1941 kam er wieder zum Zerstörergeschwader 26 und flog mit diesem Einsätze auf dem Balkan und ab Juni 1941 über Rußland. Am 1. Juni 1941 zum Leutnant befördert, wurde er für seine Erfolge am 16. März 1942 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Im April 1942 wurde er Kapitän einer Staffel in der Zerstörer-Ergänzungs-Gruppe in Wiener-Neustadt, die er im September 1942 wieder abgab. Am 1. November 1942 wurde er zum Oberleutnant befördert und Kapitän der 5. Staffel des Schlacht-Geschwaders 1. Am 1. August 1943 zum Hauptmann befördert, erhielt er nach 500 Feindflügen am 19. September 1943 das Ritterkreuz verliehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er 28 Luftsiege errungen. Im Oktober 1943 wurde er Kommandeur der I. / Schlacht-Geschwader 152 in Proßnitz. Mit dieser Schulgruppe flog er teilweise auch Einsätze in der Reichsluftverteidigung im Raum Wien. Am 29. Juli 1944 wurde er schließlich Kommandeur der II. / Schlacht-Geschwader 2, die er bis Kriegsende führte. Nach rund 800 Feindflügen wurde er am 25. November 1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Am 30. Januar 1945 zum Major befördert, hatte er bei Kriegsende 957 Feindflüge absolviert und dabei 34 Luftsiege errungen.
Ritterkreuz (19. September 1943) Eichenlaub (25. November 1944)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011