Kaschner, Dr. phil. Erwin

 

* 14. Oktober 1897, Görlitz

+ 6. November 1973, Eutin

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Erwin Kaschner trat am 8. Juni 1915 als Kriegsfreiwilliger in das Infanterie-Regiment 130 ein. Am 1. Oktober 1917 wurde er zum Leutnant der Reserve befördert und gleichzeitig Zugführer und Ordonnanz-Offizier im Reserve-Infanterie-Regiment 203. Am 29. Juli 1918 geriet er verwundet in britische Gefangenschaft. Am 31. Dezember 1919 wurde er aus der Armee entlassen und begann sein Studium der Landwirtschaft an der Universität Breslau. Am 1. Januar 1925 wurde er Gutsverwalter, bevor er am 1. Oktober 1927 in die Reichswehr übernommen wurde. Er wurde Truppenunterrichtsleiter beim III./Infanterie-Regiment 5 und am 1. April 1929 beim II./Infanterie-Regiment 6. Am 1. Juli 1934 wurde er als Hauptmann in den aktiven Dienst übernommen und am 1. Oktober 1934 Kompaniechef beim Infanterie-Regiment 46. Es folgte die Verwendung als Kompaniechef beim Infanterie-Regiment 6 ab dem 12. Oktober 1937, als Kommandeur beim Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 6 ab dem 5. September 1938 (ab dem 1. Januar 1938 als Major) und als Kompaniechef beim Infanterie-Regiment 6 ab dem 25. Oktober 1938 und dem Infanterie-Regiment 133 ab dem 10. November 1938. Am 1. Mai 1939 wurde Kaschner Kommandeur des I. Ersatz-Bataillons beim Infanterie-Regiment 133. Bei Kriegsbeginn übernahm er das I. Bataillon des Infanterie-Regiments 486. Am 1. März 1941 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant und am 17. August 1941 erhielt Kaschner das Kommando über das Infanterie-Regiment 486. Am 1. März 1942 wurde er zum Oberst befördert und am 28. September 1943 übernahm er das Grenadier-Regiment 461. Am 5. März 1944 wurde er in die Führer-Reserve des OKH versetzt, um an einem Divisionsführer-Lehrgang teilzunehmen. Am 15. August 1944 wurde er dann mit der Führung der 326. Infanterie-Division beauftragt und bei der Umbenennung der Division in die 326. Volks-Grenadier-Division unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor deren Divisionskommandeur. Am 28. April 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 20. Juni 1946 entlassen wurde.